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GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Kapitel 5 · Optik · Laterna Magica · Anamorphose · AV · 3D · Spiel · Labor · 2026

PROIECTIOLicht · Glas · Wand · Spiegel · Latenz

Markus Wintersberger · medienwerkstatt006

Lucerna magica ex oricalco cum diversis figuris in vitro pictis in singulari theca lignea – eine Zauberlaterne aus Messing mit verschiedenen auf Glas gemalten Figuren in eigener Holzkassette.Inventar der wissenschaftlichen Instrumente, Repositorium M, Nr. 4 · Stift Göttweig
36 Glasbilder · 8 Schieber723 Artefakte · Archiv K55:54 Langfassung3:34 Trailer3:55 3D4K UHD
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Licht, durch ein Bild geschickt

Konzept

Das Göttweiger Inventar der wissenschaftlichen Instrumente nennt unter den optischen Objekten eine Lucerna magica aus Messing „mit verschiedenen auf Glas gemalten Figuren in eigener Holzkassette“. Die Laterne ist verloren. Erhalten hat sich eine Kiste: acht Holzschieber mit je fünf runden Fenstern, 36 bemalte Glasbilder – Perückenköpfe, ein Segelschiff, Seiltänzer, Tod und Trinker, Chronos, Satyr, Affe und Maus, Putti, Harlekin und Geiger. Manche Inschriften sind in Spiegelschrift gemalt: Diese Bilder waren für die Linse bestimmt, nicht für das Auge.

PROIECTIO folgt einem Bild durch seine Medien: als Glasbild in der Laterne, als flüchtiges Licht an der Wand, als Kupferstich bei Sepibus (Amsterdam 1678), als Scan im Archiv, als neue Projektion – und als Rekonstruktion einer KI, die aus der Kopie der Kopie ein Licht errechnet, das es nicht mehr gibt. Die zweite Hälfte der barocken Optik antwortet darauf: die Anamorphose der Graphischen Sammlung, ein Bild, das nur von einem Standpunkt oder in einem Spiegel lesbar wird.

These: Die Laterne wirft das Bild nach außen, der Spiegel sammelt es zurück – beide verlangen einen Standpunkt. Auch das KI-Bild ist eine Projektion: Rauschen, scharf gestellt vom Standpunkt eines Prompts.

Teile

◆ AV-Video Langfassung 5:54 · 16:9 · 4K · sieben Sätze: LVMEN · VITRVM · PARIES · CHARTA · SPECVLVM · LATENS · PROIECTIO
◆ AV-Video Trailer 3:34 · eigenständiger Schnitt: LVX · VITRVM · SPECVLVM · LATENS · PROIECTIO
◆ CAMERA LVCIS · rekonstruierte, animierte 3D-Szene (GLB) – die Laterna magica nach Sepibus als gläserne Maschine im Göttweiger Kabinett – und 3D-Animation 3:55
◆ ARS MAGNA LVCIS · Art-&-Science-Spiel · Web, Ausstellungsmodus, Desktop-App (macOS, Windows)
◆ Labor · Laterne & Schieber · sechs Medienebenen · Ringplatte mit eigenem Bild · Archiv K5 in Zahlen

Ton: eine Partitur ohne Melodie – Projektorbrummen und Flackern der Flamme, das Klacken der Holzschieber, Glasglocken für jedes Glasbild, Glissandi der Anamorphose, Rauschen, das sich zu Tönen schärft (Diffusion als Klang), und die Sonifikation der 723 Artefakte des Archivkapitels K5.

Off-Stimme (englisch): „Grant“ (ElevenLabs, synthetische Stimme) wie in MICROCOSMVS; Text: Markus Wintersberger mit Claude. Untertitel/Einblendungen deutsch.

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GöttwAIg – Wunderkammer(21)

Keine Restaurierung – ein Experiment

GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Barock digital ist ein Art-&-Science-Projekt, das die Verbindung von Barock – an Hand der Wunderkammer des Stift Göttweig – und digitaler KI-Ästhetik erforscht. Statt Repliken: spekulative Objekte; statt Restaurierung: Übersetzung; Staunen als Erkenntnispraxis.

Initiiert von Markus Wintersberger (USTP St. Pölten) und Viola Rühse (UWK Krems), mit Christian Munk (Art & Tec) und Johanna Daser, deren Working Document GöttwAIg – Laterna Magica (Inventar, Medienebenen, Konzept „Laterna-Magica-Zeitreise“, ComfyUI- und Gemini-Experimente) die Grundlage dieses Kapitels bildet. Partner: UWK Krems (Plattform für Nachhaltige Entwicklung, lead), USTP (Experimentelle Medien, Forschungsgruppe Media Creation), Stift Göttweig (Kunstsammlungen, Archiv & Bibliothek), Verein DruckKunst / Neuhauser Kunstmühle.

Das Datenbank-Archiv ordnet das Material in sechs Kapitel. Kapitel 5 · Optik · Laterna Magica · Anamorphose – „Sehmaschinen des Barock und ihre digitale Übersetzung“ – umfasst 723 von 10.627 Artefakten. PROIECTIO ist die Neufassung dieses Kapitels; sie baut auf FORMAT ET ILLVSTRAT, SPECULUM CYLINDRICUM und PUNCTUM (Oktober 2026) auf.

Mosaik aus Vorschaubildern des Archivkapitels K5
Sehmaschinen im Archiv: 440 der 723 Artefakte aus Kapitel 5 – Glasbild, Stich, KI-Laterne, Spiegelskulptur, 3D-Modell.
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Genese

Vom Glasbild zur KI-Projektion
  1. um 1625 · NürnbergTröschel nach VouetSatyrn bestaunen eine Zylinder-Anamorphose – Motto „Format et illustrat“. Blatt der Graphischen Sammlung Göttweig.
  2. 1646 · RomAthanasius KircherArs magna lucis et umbrae, die „große Kunst von Licht und Schatten“.
  3. um 1659 · Den HaagChristiaan HuygensSkizzen vom Licht geworfener Figuren; die Erfindung der Laterna magica wird ihm häufig zugeschrieben.
  4. 1660er · EuropaThomas WalgenstenDer dänische Mathematiker trägt die Laterne durch Europa und gilt als ihr Namensgeber.
  5. 1671 · AmsterdamKircher, 2. AuflageErste wissenschaftliche Darstellung der Laterna magica.
  6. um 1672 · JenaWeigelRitter mit Lanze zu Pferd – eine schrägansichtige Längenanamorphose (Göttweig, Inv.-Nr. H b 003).
  7. 1678 · AmsterdamGeorgius de SepibusKatalog des Museums Kircherianum – Tafel „Lucerna Magica“: Kasten, Kamin, Lampe, Spiegel, ein Schieber mit runden Bildern, der Lichtkegel, eine Figur an der Wand.
  8. 1714–1749 · GöttweigAbt Gottfried BesselKunst- und Naturaliensammlung, v. a. 1723–1733; im Inventar: die Lucerna magica mit Glasbildern, ein „theatrum opticum“, Spiegel, Mikroskope, Horologien.
  9. 1723 · HornLichtbild als LehreEine Schulaufführung zeigt Passionsszenen – ein dokumentiertes Beispiel aus Niederösterreich.
  10. 18. Jh. · AugsburgJohann Martin WillLandschaftskopf: ein Vexierbild, das um 90° gedreht zum Gesicht wird.
  11. 1776 · WienSchauplatz der Natur und der KünsteEine Laterna-magica-Vorführung im Wiener Bildlexikon.
  12. um 1800 · 1830er · WienPhantasmagorie · NebelbilderDie „Schreckenslaterne“ auf Schienen; Überblendungen mehrerer Laternen; Franz von Uchatius projiziert bewegte Bilder.
  13. 1895 · ParisKinematographDas Kino verdrängt die Laterne; sie lebt im Dia, im Overhead, im Beamer weiter.
  14. 2025/26 · NiederösterreichGöttwAIg – Wunderkammer(21)Glasbilder fotografiert, Sepibus’ Laterne mit Gemini, Kling, ComfyUI neu errechnet, die Anamorphosen als Spiel und 3D – 723 Artefakte in Kapitel 5.

Fünf Ebenen eines Bildes. Johanna Daser beschreibt im Working Document den Weg eines Motivs: (1) Bild auf der Glasscheibe → (2) Projektion an der Wand → (3) Abbild der Projektion im Kupferstich → (4) Digitalisat → (5) erneute Projektion in der heutigen Installation. Mit jeder Ebene wächst die Distanz zum Dargestellten. GöttwAIg fügt eine sechste hinzu: (6) die KI-Rekonstruktion aus der Kopie der Kopie. Was überdauert die Reproduktionsgenerationen, was geht verloren, was entsteht neu?

Die Laterne als Medium. Lichtquelle (Kerze, Öllampe), Hohlspiegel, Linsensystem und Glasbilder: Im verdunkelten Raum wird ein kleines Bild mannshoch. Die Laterna magica diente Wissenschaft, Schule, Kirche und Unterhaltung; die Universität für angewandte Kunst Wien nennt sie eine „Wegbereiterin unserer heutigen Medienkultur“. In Göttweig war ihre Nutzung wahrscheinlich wissenschaftlich und pädagogisch.

Anamorphose als Gegenstück. Die Laterne vergrößert und verkehrt – die Anamorphose verzerrt mit Absicht. Beide machen den Standpunkt zum Teil des Bildes. Im Spiegelzylinder von CAMERA LVCIS formt sich ein Göttweiger Glasbild: der Satyr mit Füllhorn – Tröschels Satyrn im Spiegel.

Kupferstich Lucerna Magica bei Sepibus 1678
Sepibus 1678 · Lucerna Magica – die Vorlage von CAMERA LVCIS
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Filme

AV-Video · 16:9 · 4K UHD · H.264
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Langfassung

  • 5:54 · 16:9 · 4K · mp4

Sieben Sätze mit Vor- und Nachspann: Sepibus’ Lucerna Magica, das Göttweiger Inventar, der Holzschieber im Tor, Spiegelschrift, Phantasmagorie und Nebelbild, Dasers sechs Medienebenen, Weigel, Will, Tröschel, die Ringplatte im Spiegel, KI-Laternen aus dem Rauschen, 723 Artefakte – und der Raum, der sich öffnet.

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Trailer

  • 3:34 · 16:9 · 4K · mp4

Eigenständiger Schnitt: alle 36 Glasbilder im Durchlauf, die Anamorphosen im Spiegel, KI-Projektionen. Am Ende: Wer entscheidet, was wir sehen?

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CAMERA LVCIS · 3D

  • 3:55 · 16:9 · 4K · mp4

In die gläserne Laterne hinein, durch den Kondensor, mit dem Schieber durch das Tor, dem Lichtkegel zur Wand – zum Spiegelzylinder auf dem Standpunkt; dann öffnet sich der Raum und die Projektion tritt in den Raum.

I · LVMEN
I · LVMEN
II · VITRVM
II · VITRVM
III · PARIES
III · PARIES
IV · CHARTA
IV · CHARTA
V · SPECVLVM
V · SPECVLVM
VI · LATENS
VI · LATENS
VII · PROIECTIO
VII · PROIECTIO

Sätze im Film: „These pictures were painted for the lens – not for the eye.“ · „On the wall, the picture has no body.“ · „With every layer, something is lost – and something is added.“ · „The lantern throws the image outward. The mirror gathers it back.“ · „Every AI image is an anamorphosis of its data.“ · „Who holds the light – and who decides what we see?“

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CAMERA LVCIS · 3D

Rekonstruierte, animierte 3D-Szene · glTF 2.0 / GLB
3D-Szene laden (GLB · 8,4 MB)

Ein Kabinett von 10 × 7 Metern mit Schachbrettboden und Balkendecke wie auf der Tafel bei Sepibus, 1 Einheit = 1 Meter. Auf dem Sockel M steht die Lucerna magica – als gläserne Maschine, wie Johanna Daser sie vorgeschlagen hat, damit man sieht, was im Inneren geschieht: Öllampe mit Flamme, Hohlspiegel, Kondensor, Kamin, Objektivrohr und Messingrahmen (ex oricalco).

Zwei Holzschieber mit je fünf Göttweiger Glasbildern wandern durch das Tor; an der Wand erscheint das jeweilige Bild als Lichtbild. Auf dem Tisch liegt eine exakt verrechnete Ringplatte mit dem Glasbild des Satyrs, der Spiegelzylinder formt sie vom Standpunkt EYE_Standpunkt_Zylinder zurück. An den Wänden: Sepibus, Kleiner, Will, Tröschel nach Vouet und Weigels Ritter.

Animationen im GLB: FILM_Kamerafahrt_235s (Kamera FILM_Kamera) mit Schiebern, Projektion, Öffnung des Raums und zwölf KI-Bildern aus dem Archiv K5 – und LOOP_Projektion_40s als Dauerschleife. Licht: KHR_lights_punctual (Flamme, Objektiv, Tisch). Schematische Rekonstruktion: Maße und Anordnung sind aus der Tafel und den Fotos erschlossen, nicht vermessen.

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ARS MAGNA LVCIS

Art-&-Science-Spiel · Web · Ausstellungsmodus · macOS · Windows
Spiel starten →

Ein Spiel über die Sehmaschinen des Barock – mit Kirchers Titel: die „große Kunst des Lichts“. Sechs Modi:

I · LVCERNA – die Laterne nach Sepibus bauen: Hohlspiegel, Flamme, Kondensor, Glasbild, Objektiv in die richtige Reihenfolge, dann mit der Linsengleichung 1/f = 1/g + 1/b scharfstellen.
II · VITRVM – die 36 Göttweiger Glasbilder: Das Objektiv dreht das Bild um 180° – setze jedes Glas so ein, dass es an der Wand aufrecht steht und die Spiegelschrift lesbar wird.
III · PHANTASMAGORIA – die Laterne auf Schienen: Erscheinungen auf Zielgröße wachsen lassen und scharf halten; zehn Runden, Bestzeit.
IV · SPECVLVM – die 3D-Szene CAMERA LVCIS begehen: vier Puncta, vier richtige Standpunkte; dann öffnet sich der Raum.
V · TERRA – Niederösterreich und Europa in Raum und Zeit: Göttweig, Horn, Krems, St. Pölten, Hohenberg, Wien – Rom, Amsterdam, Den Haag, Nürnberg, Jena, Augsburg, Paris; Zeitregler 1620 bis zur Vision 2126.
VI · ATELIER · AR – ein eigenes Bild als Zylinder-Anamorphose verrechnen (Druckvorlage PNG) und die Laterne in die eigene Kamera holen.

Steuerung: Maus/Tastatur, Touch. Ausstellungsmodus mit ?kiosk=1 bzw. App-Argument --kiosk. Desktop-App (Electron) zum Download:

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Raum und Zeit

Niederösterreich · Europa · 1625 bis 2126

Die Göttweiger Laterne war Teil eines europäischen Netzes: Ihr Prinzip kam aus Den Haag, Rom und Amsterdam, die Anamorphosen der Graphischen Sammlung aus Nürnberg, Jena und Augsburg. In Niederösterreich verdichten sich die Orte: Göttweig (Inventar, Glasbilder, Graphische Sammlung), Horn (Schulaufführung 1723), Krems (UWK, digitale Erschließung der Graphischen Sammlung), St. Pölten (USTP), Hohenberg (Neuhauser Kunstmühle) – und Wien mit dem „Schauplatz der Natur und der Künste“ (1776) und Uchatius’ bewegten Lichtbildern.

Im Spiel (Modus V · TERRA) leuchten diese Orte auf, sobald der Zeitregler ihr Jahr erreicht; Lichtfäden führen nach Göttweig. Hinter 2026 beginnt die Vision: Die Projektion verlässt die Wand und wird Raum.

OrtJahrBezug
Nürnbergum 1625Tröschel nach Vouet, „Format et illustrat“
Rom1646 · 1651Kircher, Ars magna lucis et umbrae · Museum Kircherianum
Den Haag · Europaum 1659 · 1660erHuygens · Walgensten
Amsterdam1671 · 1678Kircher 2. Aufl. · Sepibus, Lucerna Magica
Jena · Augsburgum 1672 · 18. Jh.Weigel, Längenanamorphose · Will, Landschaftskopf
Stift Göttweig1714–1749 · 2025/26Bessel · Inventar · Glasbilder · GöttwAIg
Horn1723Schulaufführung mit Passionsszenen
Wien1776 · um 1850Schauplatz der Natur und der Künste · Uchatius
Krems · St. Pölten · Hohenberg2025/26UWK · USTP · Neuhauser Kunstmühle
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Labor

Schieben · durchleuchten · spiegeln · zählen – alles läuft lokal im Browser
I · LATERNA

Der Holzschieber

Ziehe den Schieber durch das Tor (oder nutze die Knöpfe). Die 36 Göttweiger Glasbilder erscheinen als Lichtbild an der Wand – seitenverkehrt zum Glas. „Nebelbild“ überblendet wie zwei Laternen.

II · CHARTA

Sechs Medienebenen

Nach Johanna Daser: Glas → Wand → Kupferstich → Datei → Projektion – und als sechste Ebene die KI. Klicke auf das Bild für ein anderes Glasbild.

III · SPECVLVM

Ringplatte · eigenes Bild

Ein Göttweiger Glasbild oder dein eigenes Foto wird exakt als Zylinder-Anamorphose verrechnet (210°-Bogen, Zylinder 17 % des Durchmessers). Der Regler „Spiegel“ formt es zurück. Druckvorlage als PNG.

RingplatteSpiegelBild
IV · REGISTER

Archiv K5 in Zahlen

Das Wunderkammer-Archiv, Kapitel 5 „Optik · Laterna Magica · Anamorphose“, als Register gelesen. Werkzeuge und Quellen nach Schlagworten (ein Objekt kann mehrere tragen).

723Artefakte594Bilder623D-Modelle18Videos

Aus dem Archiv K5 · Glasbild, Stich, KI-Laterne, Spiegel

Holzschieber mit Glasbildern
Glasbilder · GöttweigSchieber 6Grotesken, Satyr, Affe
Lucerna Magica nach Sepibus
Stich · 1678GWK-000048Lucerna Magica
KI-Lesart der Lucerna Magica
KI-Bild · KlingGWK-001391die Tafel, errechnet
Fotorealistische KI-Laterne
KI-Bild · GeminiGWK-002827Licht ohne Laterne
Tröschel nach Vouet, Format et illustrat
Stich · um 1625Format et illustratSatyrn am Spiegel
Silberne Spiegelanamorphose
KI-Bild · ChatGPTGWK-007175Spiegel als Decoder
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Glossar

Begriffe der Sehmaschinen
Laterna magica · Lucerna magica
„Zauberlaterne“: Projektionsgerät aus Lichtquelle, Hohlspiegel, Kondensor und Objektiv, das auf Glas gemalte Bilder vergrößert an die Wand wirft; seit dem 17. Jahrhundert.
Glasbild · Schieber
Bemaltes Glas als Bildträger; in Göttweig in Holzschiebern mit je fünf runden Fenstern, die durch das Tor der Laterne geschoben werden.
Kondensor
Sammellinse, die das Licht der Flamme gleichmäßig auf das Glasbild bündelt.
Linsengleichung
1/f = 1/g + 1/b – Brennweite, Gegenstands- und Bildweite. Scharf ist das Bild, wenn die Bildweite dem Wandabstand entspricht; der Abbildungsmaßstab ist b/g.
Phantasmagorie
Gespensterprojektion des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts – Laterne auf Schienen, wachsende Erscheinungen, die „Schreckenslaterne“.
Nebelbild
Überblendung zweier oder mehrerer Laternen (ab den 1830er Jahren): Tag wird Nacht, ein Bild geht ins andere über.
Anamorphose
Absichtlich verzerrtes Bild, das nur von einem Standpunkt aus (schräg, Längenanamorphose) oder in einem gekrümmten Spiegel (katoptrische Anamorphose) richtig erscheint.
Speculum cylindricum
Spiegelzylinder auf der Mitte einer Ringplatte: die Reflexion formt das verzerrte Bild zurück.
Vexierbild
Ein Bild mit zweitem Bild darin – bei Will wird die Landschaft, um 90° gedreht, zum Kopf.
Medienebenen
Nach J. Daser: Glas, Wand, Papier, Datei, erneute Projektion – in GöttwAIg ergänzt um die KI-Rekonstruktion.
Latens · Diffusion
Bildgenerierung aus Rauschen, Schritt für Schritt scharf gestellt – eine Projektion ohne Glasbild, deren Standpunkt der Prompt ist.
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Quellen · Team

Referenzen · KI-Transparenz

Werk

  • Konzept, Regie, Bild, Ton, 3D, Spiel, Programmierung: Markus Wintersberger · medienwerkstatt006
  • Projekt GöttwAIg – Wunderkammer(21): Markus Wintersberger (USTP St. Pölten, Masterklasse Experimentelle Medien, Masterstudiengang Digital Design) & Viola Rühse (UWK Krems) · Christian Munk · Johanna Daser (Working Document GöttwAIg – Laterna Magica)
  • Neufassung des Kapitels 5 · November 2026 · SUSTAINABILITY · DigiCall 26
  • www.gottwaigwunderkammer21.com · Portfolio

Archiv

  • GöttwAIg Wunderkammer(21) · Datenbank-Archiv, Kapitel K5 „Optik · Laterna Magica · Anamorphose“ · medienwerkstatt006.at/goettwaig/wunderkammer-archiv/?kapitel=K5
  • Laterna-magica-Glasbilder Stift Göttweig: Fotos „Laterna Magica-001 … 008“ (GWK-000089 ff.) · Sepibus 1678 (GWK-000047, -000048) · J. Daser, Working Document (GWK-005334), ComfyUI- und Gemini-Experimente (GWK-005307 ff., -005329, -005331)
  • Weigel (Inv.-Nr. H b 003) · J. M. Will · J. Tröschel nach S. Vouet (Inv.-Nr. R c 001) · Katalogtext „X. Optische Täuschung“ (M. G.)
  • KI-Bilder im Film und in der 3D-Szene: GWK-001383, -001391, -002827, -002829, -005307, -005312, -005329, -001783, -007153, -007175, -002590, -000483 · KI-Videos (Luma): GWK-000323, -000325, -000326, -001404, -001407

Zur Laterna magica und Anamorphose

Zugriff jeweils am 02.11.2026

Technik

  • AV-Engine: Python · NumPy · OpenCV · Pillow · ffmpeg · native 4K · 3D-Rendering three.js r180 (headless)
  • Ton: Komposition und Sonifikation der Archivdaten K5 (NumPy/SciPy, Synthese) – ohne Fremdmaterial · englische Off-Stimme (ElevenLabs eleven_v4, Stimme „Grant“), Sidechain-Mischung −16 LUFS
  • 3D: glTF 2.0 / GLB, eigener Python-Exporter · KHR_lights_punctual · Ringplatte exakt verrechnet
  • Spiel: three.js r180 (MIT) · Canvas 2D · Electron 38 (macOS arm64, Windows x64)
  • Labor: Canvas 2D – ohne Fremdbibliotheken
KI-Transparenz · Bildmaterial: KI-Bilder, KI-Videos und KI-3D-Modelle des Wunderkammer-Archivs K5 (Gemini, Kling, Sora, Luma, ComfyUI, ChatGPT u. a., 2025/26), als solche gekennzeichnet. Glasbilder, Stiche und Fotografien unverändert, im Film nur bildtechnisch transformiert (Projektion, Anamorphose, Medienebenen). Fakten nach den genannten Quellen. Off-Stimme synthetisch (ElevenLabs). Programmierung von AV-Engine, 3D-Szene, Spiel und Website KI-gestützt (Claude, Anthropic); Konzept, Auswahl und Entscheidungen: Markus Wintersberger. mehr →
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