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GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Kapitel 4 · Architekturmodelle Göttweig (AI) · AV · 3D · Spiel · Labor · 2026

AEDIFICANDVMDas Stift als Modell

Markus Wintersberger · medienwerkstatt006

Delineatio scenographica totius Monasterii Gottwicensis – perspektivische Darstellung des ganzen Göttweiger Klosters.Salomon Kleiner, Kupferstich, 1744, nach dem Idealplan Johann Lucas von Hildebrandts · Graphische Sammlung Stift Göttweig
1718 Brand · 1719 Plan⅔ gebaut2.488 Artefakte · Archiv K45:52 Langfassung3:24 Trailer3:55 3D4K UHD
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Das Stift als Modell

Konzept

Am 17. Juni 1718 brennt das Stift auf dem Göttweiger Berg. Abt Gottfried Bessel (1714–1749) baut nicht wieder auf, was war: Johann Lucas von Hildebrandt entwirft eine symmetrische Anlage mit der Kirche in der Achse und vier Ecktürmen – ein Raster nach dem Vorbild des Escorial. Gebaut wird von 1719 bis 1783, Trakt um Trakt; dann endet der große Bau. Etwa zwei Drittel des Plans werden Stein. Der Westtrakt mit dem Kaisersaal, die Südwestecke mit dem vierten Turm und einer zweiten Monumentalstiege bleiben Papier.

Ganz ist Göttweig nur im Bild: 1744 sticht Salomon Kleiner im Auftrag Bessels die Anlage aus der Vogelschau – vollständig, mit einer Kuppel über der Kirche, die nie gebaut wurde. Seither existiert das Stift zweimal: als Bau und als Modell. Modelle des Lastenaufzugs und des Wasserwerks der Baustelle sind in den Sammlungen erhalten; im Stiftshof steht das Stift im Kleinen, in 12.000 Arbeitsstunden von Erwin Praunseis gebaut; das Fresko der Kaiserstiege wurde mit dem Laser vermessen.

AEDIFICANDVM – „das, was noch zu bauen ist“ – fügt ein drittes Göttweig hinzu: das errechnete. Kapitel 4 des Wunderkammer-Archivs versammelt KI-Architekturmodelle, Sockel, 360°-Skyboxen, Photogrammetrie, 3D-Drucke, das Turmzimmer und Raumentwürfe für die Ausstellung 2027. Die Maschine hat den Plan nie gesehen. Sie rät – und in ihren Vermutungen kehrt der fehlende Flügel zurück. Keine Restaurierung, ein Experiment.

Teile

◆ AV-Video Langfassung 5:52 · 16:9 · 4K · sieben Sätze: INCENDIVM · IDEA · FABRICA · FRAGMENTVM · MODELLVM · LATENS · AEDIFICANDVM
◆ AV-Video Trailer 3:24 · eigenständiger Schnitt
◆ IDEA GOTWICENSIS · rekonstruierte, animierte 3D-Szene (GLB) nach Kleiners Vogelschau und der Baugeschichte · 3D-Animation 3:55 (235 s)
◆ FABRICA GOTWICENSIS · Art-&-Science-Spiel · Web, Ausstellungsmodus, Desktop-App
◆ Labor · Idee ↔ Bau · Bauuhr 1718–1783 · Lupe auf Kleiners Stich · Archiv K4 in Zahlen

Ton: eine Partitur in der Haltung Neuer Musik – stehende Streicherklänge im ppp (Ives), eine Frage, die in jedem Satz wiederkehrt, Klangblöcke und Sirenen (Varèse), Feuer, Hämmer und Wasserrad der Baustelle, eine Spieluhr für das Modell – und die Sonifikation des Archivs K4: jedes Artefakt ein Klangkorn, der Medientyp bestimmt das Register.

Off-Stimme (englisch): ein Kommentar führt durch alle drei Filme – vom Brand über Hildebrandt, Kleiner und die Baustelle bis in den latenten Raum. Sprecher: „Grant“ (ElevenLabs, synthetische Stimme); Text: Markus Wintersberger mit Claude. Die Musik tritt unter der Stimme zurück.

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GöttwAIg – Wunderkammer(21)

Keine Restaurierung – ein Experiment

GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Barock digital ist ein Art-&-Science-Projekt, das die Verbindung von Barock – an Hand der Wunderkammer des Stift Göttweig – und digitaler KI-Ästhetik erforscht. Statt Repliken: spekulative Objekte; statt Restaurierung: digitale Übersetzung und Immersion; Staunen als Erkenntnispraxis.

Initiiert von Markus Wintersberger (USTP St. Pölten) und Viola Rühse (UWK Krems), mit Christian Munk, Johanna Daser und Elias van-Gils; Partner Stift Göttweig (Kunstsammlungen, Archiv & Bibliothek) und Verein DruckKunst / Neuhauser Kunstmühle; gefördert vom Land Niederösterreich (1.7.2025–30.6.2026). Präsentation in der Graphischen Sammlung des Stifts am 26.6.2026; Eröffnung der Wunderkammer(21) im Museum Kaiserstiege vorläufig Ende Juni 2027.

Das Datenbank-Archiv ordnet das Material in Kapitel. Kapitel 4 · Architekturmodelle Göttweig (AI): Stift Göttweig als KI-Modell, Skybox, Raum- und Ausstellungsentwurf – 2.488 von 10.627 Artefakten (1.861 Bilder, 365 3D-Modelle, 218 Videos). AEDIFICANDVM ist die Neufassung dieses Kapitels – nach SPINA (Kapitel 1), MICROCOSMVS (Kapitel 2) und DISCRIMEN (Kapitel 3).

Mosaik aus Vorschaubildern des Archivkapitels K4
Das Stift, tausendfach: 600 von 2.488 Artefakten aus Kapitel 4 – Foto, Stich, Plan, KI-Modell, Skybox, Sockel, 3D-Druck.
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Genese

Vom Brand zum latenten Raum
  1. 1072 · 1083 · 1094GründungEine Kirche der hl. Erentrudis ist 1072 geweiht; Bischof Altmann von Passau stellt am 9. September 1083 die Stiftungsurkunde aus; 1094 übernehmen Benediktiner aus St. Blasien das Stift.
  2. 1563–1584 · SpanienEl EscorialKloster und Palast in einem, im Raster gebaut – das Vorbild, an dem Hildebrandts Plan gemessen wird.
  3. 17. Juni 1718INCENDIVMDer Brand zerstört große Teile der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Anlage. Am 9. Oktober besichtigt Hildebrandt die Ruinen.
  4. 4. Mai · 2. Juli 1719IDEAHildebrandts Plan wird dem Kapitel vorgelegt – Kirche in der Hauptachse, symmetrische Anlage; Vertrag am 8. Mai, Grundsteinlegung am 2. Juli. Ein zweiter Plan um 1722 (verloren) folgt dem Escorial-Typus.
  5. 1719 · 1721Maschinen der BaustelleLastenaufzug (ab 20. Mai 1719) und Wasserwerk mit Wasserrad (Dezember 1721), entworfen vom Salzburger Zimmermann Abraham Hueber; Modelle beider Anlagen sind in den Sammlungen erhalten.
  6. 1719–1783FABRICAOsttrakt mit Bibliothek 1719–1724 · Nordtrakt ab 1723 · Vorwerke und Foresterie ab 1725 · Sebastianiturm 1726–1738 · ab 1734 Franz Anton Pilgram Stiftsbaumeister · Kaiserstiege 1736–1739 · Kirchenfassade 1750–1755 · Südtrakt bis 1783.
  7. 1739KaiserstiegePaul Troger malt Kaiser Karl VI. als Helios-Apoll mit den Musen; die Statuen stammen von Johann Schmidt, dem Vater des Kremser Schmidt.
  8. 1743 · 1744Salomon KleinerIm Auftrag Bessels: eine Folge von 15 Blättern mit Außen-, Innenansichten und Grundrissen – darunter die Vogelschau nach dem Idealplan, Delineatio scenographica totius Monasterii Gottwicensis.
  9. 1749 · 1783FRAGMENTVMBessel stirbt; die Turmhelme der Fassade werden nie aufgesetzt. Mit dem Südtrakt endet 1783 der große Bau. Westtrakt mit Kaisersaal und Südwestecke bleiben ungebaut.
  10. 1939–1945BruchEnteignung zugunsten der Stadt Krems; 1943–1945 Nationalpolitische Erziehungsanstalt, danach sowjetische Kaserne. Im August 1945 kehrt der Konvent zurück.
  11. 1975 · Graphisches KabinettTheorie der ArchitekturDie 23. Jahresausstellung des Graphischen Kabinetts (bearb. Gregor Martin Lechner) widmet sich der Architekturtheorie – das Stift sammelt das Bauen als Bild.
  12. StiftshofMODELLVMDas Modell des Stifts von Erwin Praunseis – 12.000 Arbeitsstunden – steht im Stiftshof (NÖ 3D).
  13. 2000 · 2013–2018Welterbe · DachUNESCO-Welterbe Kulturlandschaft Wachau (2000). Gesamterneuerung der Dächer in sechs Etappen: 523.000 Dachziegel; das Troger-Fresko wird vor und nach den Arbeiten laservermessen.
  14. 2025/26 · NiederösterreichLATENS · GöttwAIgDas Stift als KI-Modell, Sockel, Skybox, Scan, 3D-Druck, Raumentwurf – Kapitel 4 des Wunderkammer-Archivs.
  15. Juni 2027AEDIFICANDVMEröffnung der Wunderkammer(21) im Museum Kaiserstiege (vorläufiger Termin) – das Modell wird Raum.

Das Modell als Theorie. Ein Architekturmodell ist nie nur verkleinerter Bau: Es behauptet, was ein Bau sein soll. Hildebrandts Plan, Kleiners Stich und Praunseis’ Modell zeigen drei verschiedene Göttweig – das gewollte, das gezeigte, das gebaute. Die Baustelle selbst arbeitete mit Modellen: Aufzug und Wasserwerk wurden im Kleinen erprobt, bevor sie den Berg versorgten.

Das Unvollendete. Göttweig ist ein Fragment mit genauem Umriss. Auf Kleiners Blatt schließt der Westtrakt den großen Hof, eine Kuppel krönt die Kirche, die Türme tragen Helme. In Wirklichkeit endet der Bau mit einer offenen Flanke und provisorischen Zeltdächern. Diese Differenz ist das Material von AEDIFICANDVM.

Heute. Die KI-Modelle des Archivs kennen weder Plan noch Stich; sie errechnen aus Fotos und Beschreibungen ein plausibles Stift – mal zu groß, mal zu barock, mal auf einen Sockel gestellt wie eine Reliquie. Sie sind Vorschläge, keine Rekonstruktionen. Gerade darin setzen sie fort, was 1719 begann: das Stift als Idee, die gebaut werden will.

Salomon Kleiner, Vogelschau des Stifts Göttweig nach dem Idealplan, 1744
Kleiner 1744 – das einzige vollständige Göttweig · GWK-003491
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Filme

AV-Video · 16:9 · 4K UHD · H.264
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Langfassung

  • 5:52 · 16:9 · 4K · mp4

Sieben Sätze mit Vor- und Nachspann: der Brand, Hildebrandts Raster und Kleiners Vogelschau, die Baustelle mit Aufzug und Wasserrad, das Fragment, die Modelle von Holz bis Laser, die KI-Stifte des Archivs, das Ungebaute als Zukunft.

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Trailer

  • 3:24 · 16:9 · 4K · mp4

Eigenständiger Schnitt in acht Sprüngen von 1718 bis zur KI-Varianz. Am Ende: Aedificandum – still to be built.

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IDEA GOTWICENSIS · 3D

  • 3:55 · 16:9 · 4K · mp4

Über den Berg, durch das Feuer, der Grundriss legt sich über das Plateau; Flügel um Flügel wächst das Stift; Cyan bleibt, was nie gebaut wurde – dann wird das Stift zum Modell auf dem Sockel, umringt von sechs KI-Varianten, und Magenta ergänzt den fehlenden Flügel.

I · INCENDIVM
I · INCENDIVM
II · IDEA
II · IDEA
III · FABRICA
III · FABRICA
IV · FRAGMENTVM
IV · FRAGMENTVM
V · MODELLVM
V · MODELLVM
VI · LATENS
VI · LATENS
VII · AEDIFICANDVM
VII · AEDIFICANDVM

Sätze im Film: „An abbey that was never finished.“ · „It is the only place where Göttweig was ever whole.“ · „An absence with a precise outline.“ · „Every model is a theory of the building.“ · „The machine has never seen the plan. It guesses.“ · „Göttweig remains unfinished. That is its future.“

04

IDEA GOTWICENSIS · 3D

Rekonstruierte, animierte 3D-Szene · glTF 2.0 / GLB
3D-Szene laden (GLB · 8 MB)

Das Stift auf dem Plateau des Göttweiger Bergs, 1 Einheit = 1 Meter, als schematische Rekonstruktion nach Kleiners Vogelschau (1744) und der Baugeschichte (Denkmalpflege in Niederösterreich, Bd. 59): im Modell ein Rechteck von rund 220 × 165 Metern, die Kirche in der Achse, Innenflügel um die Höfe, Ecktürme mit Helmen, die geschwungenen Terrassen im Westen, die Burg im Süden.

Vier Farben, vier Zustände: Kalk – gebaut (1719–1783); Cyan – Idealplan, nie gebaut (Westtrakt mit Kaisersaal, Südwestturm, Kuppel, Turmhelme der Fassade); Amber – die Baustelle (Lastenaufzug 1719, Wasserrad 1721); Magenta – die KI-Vervollständigung, ein Vorschlag.

Animation im GLB: FILM_Kamerafahrt_235s mit der Kamera FILM_Kamera – Brand 1718, Grundriss 1719, die Bauphasen in ihrer historischen Reihenfolge, das Fragment, der Modellraum mit dem Stift auf dem Sockel und sechs KI-Varianten, die Ergänzung in Magenta. Die Gruppen sind nach Bauteil und Jahr benannt (z. B. P5_1736-1739_Kaiserstiege). Maße und Anordnung sind aus Stich und Literatur erschlossen, nicht vermessen.

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FABRICA GOTWICENSIS

Art-&-Science-Spiel · Web · Ausstellungsmodus · macOS · Windows
Spiel starten →

Ein Spiel über ein Kloster, das nie fertig wurde. Sechs Modi:

I · IDEA – Hildebrandts Idealplan legen: zehn Stücke – Trakte, Kirche, Konvent, vier Türme – auf ihren Platz im Raster ziehen. Gestrichelte Stücke sind geplant, aber nie gebaut.
II · FABRICA – Abt Bessel sein: jede Runde ein Jahr von 1719 bis 1783, Stein, Holz und Gulden sind knapp; historische Ereignisse (Aufzug, Wasserrad, Steinbruch Albrechtsberg, Pilgram, Troger, Kleiner, Bessels Tod) greifen ein. Wie viel vom Idealplan wird Stein? Am Ende ein Bauprotokoll mit SHA-256-Prüfsumme.
III · AMBVLATIO – das Stift begehen: zehn Stellen, ein Zeitregler von 1700 bis zur Vision 2126, Kleiners Stich darüberlegen, die Kamerafahrt 3:55 im Spiel.
IV · TERRA – Niederösterreich in Raum und Zeit: Göttweig, Furth, Paudorf, Eggenburg, Albrechtsberg, Krems, Melk, St. Pölten, Hohenberg, Wien – Steinbrüche, Ziegelöfen, Wachau, Projektorte – und ferne Bezüge (El Escorial, Augsburg, Salzburg).
V · LATENS – KI-Varianten des Stifts: Unruhe, Höhe, Symmetriebruch, Wuchs, sieben Materialien von Kalk bis PLA; ✦ Varianz; PNG.
VI · AR – das Stift als Modell in der eigenen Kamera; auf dem Handy über die AR-Ansicht.

Steuerung: Maus/Tastatur, Touch. Ausstellungsmodus mit ?kiosk=1 (kehrt nach Ruhe ins Menü zurück). Desktop-App (Electron) zum Download:

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Raum und Zeit

Niederösterreich · Europa · 1072 bis 2126

Das Stift auf dem Berg war eine Baustelle im ganzen Land: Steine kamen aus Eggenburg (Pacht 1719) und Albrechtsberg (Kauf 1723), Ziegel aus Paudorf und dem neuen Ofen in Panholz bei Furth, Holz aus dem „Weiten Wald“ – 419 Bäume ab Juli 1719. Der Architekt kam aus Wien, der Zimmermann aus Salzburg, das Vorbild aus Spanien. Mit Melk und der Altstadt von Krems gehört Göttweig seit 2000 zum Welterbe Wachau.

Heute verteilt sich GöttwAIg über Niederösterreich: Göttweig (Sammlung, Museum im Kaisertrakt, Ausstellung 2027), Krems (UWK, Lead; Landesgalerie als Achse aus SPINA), St. Pölten (USTP, Lucid Dreams), Hohenberg (Neuhauser Kunstmühle). Im Spiel (Modus IV · TERRA) stehen diese Orte als Lichtsäulen auf einem Raster, entlang der Donau, mit einem Zeitregler bis zur Vision 2126.

OrtJahrBezug
Stift Göttweig1083 · 1718–1783 · 2027Stiftung · Neubau nach Hildebrandt · Wunderkammer(21)
Furth bei Göttweig1719 ff.Ziegelofen Panholz · Tischler Holdermann
Paudorf1719 ff.Ziegelofen
Eggenburg · Albrechtsberg1719 · 1723Steinbrüche
Wien1714–1723 · 1718Hildebrandt · Belvedere · Besichtigung der Ruinen
Salzburg1718/19Abraham Hueber · Aufzug und Wasserwerk
El Escorial1563–1584Vorbild des Rasterplans
Augsburg · Wien1700 · 1744Salomon Kleiner · 15 Blätter für Bessel
Melk · Krems · Wachau1702 · 2000Barockstift Melk · Welterbe Kulturlandschaft Wachau
Krems · St. Pölten · Hohenberg2025/26UWK · USTP · Neuhauser Kunstmühle
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Labor

Idee und Bau · Bauuhr · Lupe · Zahlen – alles läuft lokal im Browser
I · IDEA ↔ FABRICA

Idee und Bau

Ziehe den Regler: links der Idealplan (in Cyan, was nie gebaut wurde), rechts das gebaute Stift. Die Differenz ist ein Drittel.

II · FABRICA

Bauuhr 1718–1783

Ein Jahr wählen: Der Grundriss zeigt, was steht, was im Bau ist und was Idee bleibt.

1744
gebautim BauIdeevor 1718
III · DELINEATIO

Lupe auf Kleiners Vogelschau

Fahre mit der Lupe über die Vogelschau von 1744. Die Knöpfe springen zu Teilen, die gebaut wurden – und zu denen, die es nur im Stich gibt.

Salomon Kleiner, Vogelschau des Stifts Göttweig, 1744

Maus oder Finger: Lupe bewegen.

IV · REGISTER

Archiv K4 in Zahlen

Das Wunderkammer-Archiv, Kapitel 4 „Architekturmodelle Göttweig (AI)“, als Register gelesen. Werkzeuge und Themen nach Schlagworten (ein Objekt kann mehrere tragen).

2.488Artefakte1.861Bilder3653D-Modelle218Videos

Aus dem Archiv K4 · Stich, Foto, Modell, KI

Kleiner, Vogelschau 1744
Kupferstich · 1744GWK-003491das ganze Stift
Modell des Stifts im Stiftshof
Foto · ModellGWK-000296das Stift im Kleinen
Kirchenfassade Stift Göttweig
Foto · FassadeGWK-000299Zeltdächer statt Helmen
Tiefenkarte des Stichs
TiefenkarteGWK-003487der Stich wird Raum
3D-Druck eines KI-Stiftmodells
3D-Druck · KI-ModellGWK-000573das errechnete Stift
KI-Raumentwurf Turmzimmer
KI-Raumentwurf · 2027GWK-007225das Modell wird Raum
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Glossar

Begriffe des Baus und des Modells
Aedificandum
Lateinisch „das, was zu bauen ist“ (Gerundivum von aedificare, bauen) – Titel dieser Neufassung: Göttweig als Aufgabe, nicht als Abschluss.
Idealplan
Der vollständige Entwurf einer Anlage, wie sie sein soll – für Göttweig der Plan Johann Lucas von Hildebrandts (1719 ff.), überliefert vor allem durch Kleiners Vogelschau 1744.
Delineatio scenographica
„Perspektivische Zeichnung“ – Titel von Kleiners Vogelschau des ganzen Klosters (totius Monasterii Gottwicensis).
Fabrica
Lateinisch Werkstatt, Bau, Baustelle; in Kirchen und Klöstern auch die Bauverwaltung.
Escorial-Typus
Klosterpalast im Raster mit Kirche in der Mitte und Ecktürmen, nach El Escorial (1563–1584) – Vorbild des zweiten Plans um 1722.
Risalit
Aus der Fassadenflucht vortretender Bauteil, oft mit eigenem Dach – etwa die Mittelrisalite von Kaisersaal und Kaiserstiege.
Mansarddach
Dach mit geknickter Fläche, unten steil, oben flach – typisch für Hildebrandts Trakte; 2013–2018 zum Teil mit CNC-gefrästem Holz erneuert.
Architekturmodell
Verkleinerte Darstellung eines Baus, als Entwurf, Prüfung, Lehre oder Erinnerung – vom Modell des Lastenaufzugs bis zum Modell im Stiftshof.
Skybox
360°-Panorama als Hülle einer 3D-Szene; im Archiv K4 zahlreich als KI-Skyboxen des Stifts (Gemini, Hunyuan3D).
Photogrammetrie
Vermessung aus vielen Fotos; im Projekt mit Polycam und anderen Werkzeugen für Räume und Objekte.
LATENS
Begriff dieses Projekts: das Stift aus dem latenten Raum eines KI-Modells – errechnete Möglichkeit statt gebautem Bestand.
Seeing twice
Leitmotiv von GöttwAIg: dasselbe zweimal sehen – historisch und als KI-Übersetzung.
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Quellen · Team

Referenzen · KI-Transparenz

Werk

  • Konzept, Regie, Bild, Ton, 3D, Spiel, Programmierung: Markus Wintersberger · medienwerkstatt006
  • Projekt GöttwAIg – Wunderkammer(21): Markus Wintersberger (USTP St. Pölten, Masterklasse Experimentelle Medien, Masterstudiengang Digital Design) & Viola Rühse (UWK Krems) · Christian Munk · Johanna Daser · Elias van-Gils
  • Neufassung des Kapitels 4 · November 2026
  • www.gottwaigwunderkammer21.com · Konzept · Team · Portfolio · Sketchfab-Sammlung

Archiv

  • GöttwAIg Wunderkammer(21) · Datenbank-Archiv, Kapitel K4 „Architekturmodelle Göttweig (AI)“ · medienwerkstatt006.at/goettwaig/wunderkammer-archiv/?kapitel=K4
  • Salomon Kleiner: Vogelschau des Stifts nach dem Idealplan Hildebrandts, Kupferstich 1744 (GWK-003486, -003490, -003491; Tiefenkarte, Punktwolke, Lesart GWK-003487 bis -003489)

Zu Göttweig und seinem Bau

Zugriff jeweils am 02.11.2026

Technik

  • AV-Engine: Python · NumPy · Pillow · ffmpeg · 3D-Rendering three.js r170 (headless)
  • Ton: Komposition und Sonifikation der Archivdaten K4 (NumPy, Synthese) – ohne Fremdmaterial · englische Off-Stimme (ElevenLabs eleven_v4, Stimme „Grant“), Sidechain-Mischung −16 LUFS
  • 3D: three.js · glTF 2.0 / GLB · prozedurale Rekonstruktion mit Bauphasen-Animation
  • Spiel: three.js · Electron (macOS, Windows)
  • Labor: Canvas 2D, SVG, CSS – ohne Fremdbibliotheken
KI-Transparenz · Bildmaterial: KI-Bilder, KI-Videos und KI-3D-Modelle des Wunderkammer-Archivs K4 (Gemini, ChatGPT, Nano Banana, Sora, Hunyuan3D, Meshy, Grok, Hailuo, Luma, Veo, Kling u. a., 2025/26), als solche gekennzeichnet. Stiche, Fotografien und Pläne unverändert, im Film nur bildtechnisch transformiert. Die 3D-Szene ist eine schematische Rekonstruktion, die KI-Ergänzung in Magenta ein Vorschlag. Fakten nach den genannten Quellen. Programmierung von AV-Engine, 3D-Szene, Spiel und Website KI-gestützt (Claude, Anthropic); Konzept, Auswahl und Entscheidungen: Markus Wintersberger. mehr →
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