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GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Kapitel 3 · AV · 3D · Spiel · Labor · 2026

DISCRIMENAbt Gottfried Bessel und die Prüfung des Echten

Markus Wintersberger · medienwerkstatt006

veri ac falsi discrimen – die Unterscheidung von Wahr und Falsch.Leitformel der Urkundenlehre (Diplomatik) · Bessels Chronicon Gotwicense (1732) gilt als Grundlage der deutschen Diplomatik (NDB)
1672–1749 Gottfried Bessel993 Objekte · Archiv K35:43 Langfassung3:21 Trailer3:42 3D4K UHD
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Die Prüfung des Echten

Konzept

1732 erscheint, gedruckt im Kloster Tegernsee, der erste Band des Chronicon Gotwicense. Er ist, wie die Catholic Encyclopedia festhält, keine Hausgeschichte des Stiftes, sondern ein Werk über Urkundenlehre: Handschriften, Originalurkunden, Kaiser- und Königsdiplome, Inschriften und Siegel, die Gaue des mittelalterlichen Deutschland. Sein Herausgeber, Abt Gottfried Bessel, wurde der „deutsche Mabillon“ genannt – nach Jean Mabillon, dessen De re diplomatica (1681) die Kritik der Urkunden begründete.

DISCRIMEN nimmt diese Methode als Werkzeug. Das Wunderkammer-Archiv, Kapitel K3, versammelt 993 Objekte zu Bessel: einen gestochenen Porträtstich, Fotografien von Gemälden, ein Blatt aus seinem Rektorat – und hunderte KI-Bilder, KI-Videos und 3D-Modelle, die 2025/26 im Projekt entstanden. Welches ist das Original? Jedes ist ein Zeugnis. Die Kriterien der Diplomatik – Schrift, Material, Datum, Siegel, Ort, Zeugen, Herkunft – werden auf das eigene Archiv angewendet.

Die These: Was Bessel an Pergamenten prüfte, stellt sich bei KI-Bildern neu. Die Herkunft steht nicht im Bild, sondern im Register – in Metadaten, Kennzeichnungen, Prüfsummen. Was bleibt, ist das Register.

Teile

◆ AV-Video Langfassung 5:43 · 16:9 · 4K · sieben Sätze
◆ AV-Video Trailer 3:21 · eigenständiger Schnitt
◆ ESCORIAL · 3D-Animation 3:42 und rekonstruierte, animierte 3D-Szene (GLB) des Göttweiger Idealplans
◆ TERRA GOTWICENSIS · Spiel · Web, Ausstellungsmodus, Desktop-App (macOS, Windows)
◆ Labor · Siegel-Generator · ECHT oder FALSCH · Zeitleiste · Archiv K3 in Zahlen

Ton: Off-Sprecher (ElevenLabs) und eine elektroakustische Partitur ohne Melodie und Metrum – Musik-Takes, per Paulstretch und Granulation aufgelöst, dazu Synthese und eine Sonifikation der Archivdaten K3 (Zählungen, Jahre, Bildwerkzeuge).

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GöttwAIg – Wunderkammer(21)

Keine Restaurierung – ein Experiment

GöttwAIg – Wunderkammer(21) ist ein Art-&-Science-Projekt, das die Verbindung von Barock – an Hand der Wunderkammer des Stift Göttweig – und digitaler KI-Ästhetik erforscht und präsentiert. Die fragmentarische Wunderkammer Göttweig wird mittels KI zur Wunderkammer der Wunderkammer: zeitgenössische Kunst als Testlabor für Übersetzungen und KI-Plausibilitäten.

Initiiert von Markus Wintersberger (USTP St. Pölten) und Viola Rühse (UWK Krems). Das Datenbank-Archiv ordnet das Material in sechs Kapitel – Dornauszieher, Wunderkammer, Abt Gottfried Bessel, Architekturmodelle Göttweig (AI), Optik, Druck. DISCRIMEN ist die Neufassung des dritten Kapitels: Bessel ist der Abt, der nach dem Brand von 1718 das Stift neu bauen ließ und die Sammlungen begründete, aus denen die Wunderkammer stammt.

Mosaik: Bessels Porträtstich, zusammengesetzt aus den Bildern des Archivs K3
993 Bilder aus Kapitel 3 – ein Gesicht. Mosaik aus dem Wunderkammer-Archiv K3, Vorlage: Porträtstich GWK-003688.
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Abt Gottfried Bessel

1672–1749 · Diplomat · Gelehrter · Bauherr · Sammler

Johann Georg Bessel · Ordensname Gottfried

Geboren am 5. September 1672 in Buchen im Odenwald, Sohn eines kurmainzischen Landmiliz-Hauptmanns. Studium in Aschaffenburg, Bamberg, Salzburg und Wien; 1692 Eintritt in Göttweig, 1696 Doktor der Theologie – und im selben Jahr, nach Konflikten, Austritt aus dem Kloster.

Im Dienst des Mainzer Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn wird er Diplomat: Missionen nach Wien, Rom und Wolfenbüttel, 1703 Doctor iuris utriusque in Rom, 1704 Generalvikar in Mainz. 1707 bereitet er die Konversion Elisabeth Christines von Braunschweig-Wolfenbüttel vor, der Braut des späteren Kaisers Karl VI.

1710 kehrt er nach Göttweig zurück, am 7. Februar 1714 wird er Abt – für 35 Jahre. Zweimal Rektor der Universität Wien, Hoftheologe ab 1716. Er stirbt am 22. Jänner 1749 in Göttweig und ist in der Stiftskirche begraben.

Abweichungen: Die NDB nennt den 2. September 1672, das BLKÖ den 20. Jänner 1749 als Todestag.

Porträtstich Gottfried Bessel
Kupferstich · 18. Jh.Porträtstich„Gottfried Bessel Abt zu Göttweig“ · GWK-003688
Gemälde Gottfried Bessel, Fotografie
Gemälde · FotografieBildnisAufschrift „Gottfried Bessel“ · GWK-003680
  • 1672Geburt in Buchen (Odenwald) WP · UNIVIE · GDL
  • 1692Eintritt in Göttweig · Profess 1693 WP · ADB
  • 1696Priesterweihe · Dr. theol. in Wien · Austritt aus Göttweig WP · UNIVIE · ADB
  • 1699Mainzer Hof: Ehrenhofkaplan und geistlicher Rat ADB · UNIVIE
  • 1703Dr. iur. utr. an der Sapienza · päpstlicher Pfalzgraf ADB
  • 1704Generalvikar und Offizial in Mainz ADB
  • 1707Konversion Elisabeth Christines in Wolfenbüttel WP · ADB
  • 1710Rückkehr nach Göttweig ADB
  • 1714Abt von Göttweig · Rektor der Universität Wien (1714/15) ADB · UNIVIE
  • 1716Hoftheologe WP · NDB
  • 171817. Juni: Brand · 9. Oktober: Hildebrandt in der Brandruine Stift Göttweig
  • 1726/27Zweites Rektorat: Ordnung der Universitätsregistratur UNIVIE
  • 1732Chronicon Gotwicense, Tomus prodromus · Tegernsee swisscollections · ADB
  • 1736Kaiserstiege GDL
  • 1739Paul Troger: Apotheose Karls VI. als Sonnengott Apoll Austria-Forum
  • 1741Geisel bayerisch-französischer Truppen UNIVIE · WP
  • 1746Goldenes Jubiläum mit Maria Theresia und Franz Stephan WP · UNIVIE
  • 1749† 22. Jänner, Göttweig WP · UNIVIE · ADB

Der Escorial, der ein Fragment blieb. Am 17. Juni 1718 brennt der Göttweiger Berg; große Teile der Anlage werden zerstört. Am 9. Oktober 1718 besichtigt Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745), der kaiserliche Architekt, die Brandruine. Das Leitbild ist ein „österreichischer Escorial“. Gebaut wurden nur etwa zwei Drittel; nach Bessels Tod geriet der Bau weitgehend ins Stocken. Salomon Kleiners Vogelschau (Kupferstich, 1744) zeigt das Stift, wie es geplant war.

Ausgeführt wurde unter anderem die Kaiserstiege (1736) – das größte freitragende barocke Treppenhaus Österreichs – mit Paul Trogers Deckenfresko von 1739: die Apotheose Karls VI., dargestellt als Sonnengott Apoll. Im Südostturm ließ Bessel ein Turmzimmer für das Kunstkabinett einrichten.

Die Sammlung. Bessel legte „den Grund zu der werthvollen Bibliothek und den reichen Sammlungen an Münzen, Kupferstichen, Mineralien, Muscheln, Gemälden“ (ADB). Er gilt als eigentlicher Gründer der Graphischen Sammlung: Er kaufte gezielt über 20.000 Blätter. Heute zählt sie rund 32.000 Blätter – die größte private Altgrafiksammlung Österreichs. Ihre ursprüngliche Aufstellung, die Musaei Contignatio Superior, „erinnert mehr an eine Kunst- und Wunderkammer“ (Stift Göttweig).

Zur Datierung des Idealplans: Gedächtnis des Landes nennt fünf Kupferstich-Ansichten von 1719, die Universität für Weiterbildung Krems 15 bei Kleiner beauftragte Stiche, Die Welt der Habsburger die Vogelschau von 1744. Die Angaben widersprechen sich.

Salomon Kleiner: Vogelschau des Stiftes Göttweig nach Hildebrandts Entwurf, 1744
Salomon Kleiner nach Hildebrandt · Vogelschau · Kupferstich 1744
Plan der Westfront nach Hildebrandt
Hildebrandt-Plan · Westfront
Kaiserstiege im Stift Göttweig
1736KaiserstiegeFoto: Recherche Web
Paul Trogers Deckenfresko über der Kaiserstiege
1739Troger-FreskoFoto: Recherche Web

Chronicon Gotwicense (1732). Chronicon Gotwicense seu Annales liberi et exempti monasterii Gotwicensis … ex codicibus antiquis, membranis et instrumentis … depromptum – verfasst von Bessel mit Franz Joseph von Hahn, unterstützt von Bernhard Pez, gedruckt Typis monasterii Tegernseensis. Geplant waren drei Bände, erschienen ist 1732 nur der erste, der Tomus prodromus: über alte Handschriften, die Urkunden der Kaiser und Könige, Pfalzen, Höfe und die Gaue des mittelalterlichen Deutschland, mit Karten und Kupfertafeln.

Die NDB nennt das Werk die Grundlage der deutschen Diplomatik, die ADB „eines der größten diplomatischen Prachtwerke, das Mabillon's Arbeiten würdig zur Seite steht“. Manuela Mayer (2024) liest es zwischen juristisch-historischer Forschung, Klostergeschichtsschreibung und Hofhistoriographie – als Geschichte schreiben für den Kaiser.

Blatt mit der Aufschrift Sub Rectoratu Godefridi, 1727
„Sub Rectoratu … Godefridi“ · MDCCXXVII = 1727, Bessels zweites Rektorat · Archiv K3 · GWK-003697. Nicht das Titelblatt des Chronicon.
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Filme

AV-Video · 16:9 · 4K UHD · H.264
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Langfassung

Sieben Sätze – SIGILLUM · SCRIPTURA · LEGATIO · IGNIS · CHRONICON · COLLECTIO · DISCRIMEN – mit Vor- und Abspann. Ein Siegel prägt sich in das Blatt von 1727, der Kleiner-Stich brennt und wird zum Plan, 993 Archivbilder fügen sich zu einem Gesicht, zwölf Bessel aus dem Archiv stehen auf dem Prüfstand.

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Trailer

Eigenständiger Schnitt: ECHT. UNECHT. ABDRUCK. DATEN. ZEUGNIS. – der Göttweiger Berg als Modell, die Zeitachse 1672–1749, das Itinerar von Buchen bis Tegernsee, 1718, das Chronicon. Am Ende: veri ac falsi discrimen.

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ESCORIAL · 3D

Kamerafahrt durch die Rekonstruktion: vom Göttweiger Berg über die nie gebauten Flügel in die Kaiserstiege, hinauf ins Kunstkabinett, durch die Archivwolke zum Chronicon und zum Siegel.

I · SIGILLUM
I · SIGILLUM
II · SCRIPTURA
II · SCRIPTURA
III · LEGATIO
III · LEGATIO
IV · IGNIS
IV · IGNIS
V · CHRONICON
V · CHRONICON
VI · COLLECTIO
VI · COLLECTIO
VII · DISCRIMEN
VII · DISCRIMEN

Thesen im Film: „Echtheit ist ein Abdruck.“ · „Ein Körper aus Daten.“ · „Der Plan ist das Original.“ · „Was bleibt, ist das Register.“ Alle Daten und Fakten nach den unten genannten Quellen; abweichende Angaben werden im Text benannt.

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ESCORIAL

Rekonstruierte, animierte 3D-Szene · glTF 2.0 / GLB
3D-Szene laden (GLB)

Der Göttweiger Berg als weißes Geländemodell, Maßstab 1 : 1 (eine Einheit = ein Meter, Ursprung im Stift). Darauf Hildebrandts Idealplan: was gebaut wurde, weiß; die nie gebauten Flügel und Türme in Cyan – der Westtrakt, der Mitteltrakt, der südliche Westflügel, die Türme im Nordwesten und Südwesten.

In der Szene: die Kaiserstiege mit Trogers Fresko, das Kunstkabinett im Südostturm mit Büste, Münzkabinett und Glaskugeln aus dem Archiv, das aufgeschlagene Chronicon, das Siegel SIGILLUM GODEFRIDI, die Archivwolke aus Blättern des Archivs K3 und ein Zeitring mit den Jahren 1672 bis 1749 über dem Berg. Bessel-Figuren aus dem Archiv (Meshy · Mixamo) gehen die Kaiserstiege hinauf, schauen im Hof, stehen im Kabinett.

Animationen im GLB: FILM_Kamerafahrt_222s mit der Kamera Kamera_Film_222s (die Fahrt des 3D-Films, hier abspielbar) und die Schleifen ANIM_Bessel_* und ANIM_Glaskugel_*. Lichter als KHR_lights_punctual.

ESCORIAL · Sketchfab

Sketchfab-Viewer laden

Dieselbe Szene auf Sketchfab – mit VR/AR-Ansicht auf geeigneten Geräten. Der Viewer wird erst nach Klick von sketchfab.com geladen. sketchfab.com ↗

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TERRA GOTWICENSIS

Art-&-Science-Spiel · Web · Ausstellungsmodus · macOS · Windows
Spiel starten →

Ein Spiel über Echtheit, Ordnung und Erinnerung – im Stift Göttweig, über dem Donautal, im Archiv. Vier Modi:

I · SIGILLUM – die Prüfung des Echten: An sieben Stationen auf dem Berg werden Sätze und Bilder geprüft – echt oder gefälscht? Jede bestandene Prüfung setzt ein Siegel und lässt einen Teil des Idealplans aus dem Plan in den Stein wachsen. Am Ende: eine Urkunde.
II · RAUM & ZEIT – Flug über den Göttweiger Berg von 1672 bis 2026, zwölf Zeitkapseln, Orte von Buchen bis Rom.
III · KABINETT – Archivmodelle im Turmzimmer: Büsten, Figuren, Glaskugeln.
IV · AR – Modelle in die eigene Kamera holen, Foto speichern.

Steuerung: Maus/Tastatur, Touch, Gamepad. Ausstellungsmodus mit ?kiosk=1. Desktop-App (Electron) zum Download:

ISIGILLUMSiegel
IISCRIPTURASchrift
IIILOCUSAusstellungsort
IVDATUMDatierung
VMATERIABeschreibstoff
VITESTESZeugen
VIIPROVENIENTIAHerkunft
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Labor

Siegeln · prüfen · datieren · zählen – alles läuft lokal im Browser
I · SIGILLUM

Dein Siegel

Ein Siegel macht ein Dokument zum Zeugnis. Gib Initialen, Namen, Amt und Jahr ein – die Umschrift läuft um den Rand, das Jahr erscheint in römischen Ziffern. Dazu eine Prüfsumme der Umschrift: das Siegel des 21. Jahrhunderts.

II · ECHT oder FALSCH

Prüfe das Archiv

Sechs Prüfungen nach den Kriterien der Urkundenlehre: Schrift, Material, Datum, Siegel, Ort, Zeugen. Bilder aus dem Wunderkammer-Archiv K3.

III · DATUM

Zeitleiste 1672–1749 (–2026)

Ziehe durch Bessels Leben und weiter bis heute. Die Lebenszeit ist gedehnt, die Nachgeschichte gestaucht.

167217492026
IV · REGISTER

Archiv K3 in Zahlen

Das Wunderkammer-Archiv, Kapitel 3 „Abt Gottfried Bessel“, als Register gelesen. Export vom 29.10.2026; Werkzeuge und Kennzeichnungen nach Schlagworten (ein Objekt kann mehrere tragen).

993Objekte1.514Fundstellen714„Gottfried Bessel“104mit C2PA

Aus dem Archiv K3 · Vorlagen und KI-Bilder

Porträtstich, kleinformatige Fotografie
Stich · FotografieGWK-003685250 × 250 Pixel – das kleinste Original in Kapitel 3
KI-Bild eines Abtes am Schreibtisch
KI-Bild · 2025GWK-003717Serie ABT BESSEL RECHERCHE MW · Herkunft: Prompt, nicht Platte
KI-Bild: silberne Figur eines Abtes
KI-Bild · 2025GWK-003734Silberfiguren-Serie · Schlagwort KI-Kennzeichnung
KI-Bild: Porträt eines Geistlichen mit Buch
KI-Bild · MixboardGWK-004038„Mid-Life Portrait“ – ein Leben, von einer Maschine gealtert
KI-Bild: Kinderporträt
KI-Bild · MixboardGWK-004019„Childhood Portrait“ · Serie MATERIAL BLESSEL MW
KI-generiertes Modell des Stiftes Göttweig
KI · ArchitekturmodellGWK-003925das Stift als Modell · Serie MATERIAL BLESSEL MW
Rotes Siegel GB mit Umschrift
Werkstück · 2026SIGILLUM GODEFRIDIdas Siegel aus Spiel, Film und 3D-Szene
3D-Szene: Kupferstich als Blatt über dem Stiftshof
3D · 2026ESCORIALder Stich als Blatt über dem Hof
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Glossar

Begriffe · Latein
discrimen
Lat. Unterschied, Unterscheidung, Entscheidung. Veri ac falsi discrimen: die Unterscheidung von Wahr und Falsch – Titel des Werks.
diplomatica · Diplomatik
Urkundenlehre: die Wissenschaft von der Prüfung der Echtheit und der Form von Urkunden. Begründet von Jean Mabillon, De re diplomatica (1681).
diploma
Urkunde, besonders eine Kaiser- oder Königsurkunde. De Impp. ac Regum Germaniae diplomatibus: über die Urkunden der Kaiser und Könige Deutschlands.
sigillum · Siegel
Abdruck eines Stempels in Wachs oder Metall, der eine Urkunde beglaubigt. Bild und Umschrift nennen den Aussteller.
scriptura · Schrift
Schriftform und Hand verraten Zeit und Kanzlei einer Urkunde – ein Kriterium der Echtheitsprüfung.
datum · Datierung
„Gegeben“: Ort und Zeit der Ausstellung. Ein Datum, das nicht zu Amt, Person oder Schrift passt, entlarvt eine Fälschung.
materia · Beschreibstoff
Pergament, Papier, Tinte, Wachs – oder Pixel. Membranae: Pergamente.
testes · Zeugen
Die in der Urkunde genannten Zeugen einer Handlung; im Spiel stehen Bessels Sammlungen als Zeugen seiner Neugier.
provenientia · Herkunft
Woher ein Dokument stammt. Für KI-Bilder: Metadaten, Kennzeichnung, C2PA-Herkunftsnachweis.
Chronicon Gotwicense
Göttweiger Chronik. Erschienen ist 1732 nur der Tomus prodromus, der Vorläuferband.
ex codicibus antiquis, membranis et instrumentis
„Aus alten Handschriften, Pergamenten und Urkunden“ – aus dem Titel des Chronicon.
Typis monasterii Tegernseensis
„Gedruckt mit den Lettern des Klosters Tegernsee“ – der Druckvermerk des Chronicon, 1732.
Doctor iuris utriusque
Doktor beider Rechte, des kirchlichen und des weltlichen. Bessel: Sapienza, Rom, 1703.
Idealplan
Hildebrandts Gesamtplan für den Neubau nach 1718 – ein „österreichischer Escorial“. Etwa zwei Drittel wurden ausgeführt; in der 3D-Szene ist das Ungebaute cyan.
Kunstkabinett · Turmzimmer
Das von Bessel im Südostturm eingerichtete Turmzimmer für das Kunstkabinett. Heute: Museum im Kaisertrakt.
Musaei Contignatio Superior
„Das obere Stockwerk des Museums“ – die ursprüngliche Aufstellung der Sammlung, die „mehr an eine Kunst- und Wunderkammer erinnert“.
C2PA
Coalition for Content Provenance and Authenticity: technischer Standard für Herkunftsnachweise digitaler Medien. 104 Objekte im Archiv K3 tragen diesen Nachweis.
Register
Verzeichnis, Findbuch. Bessel ordnete 1726/27 die Universitätsregistratur. Im Film: „Was bleibt, ist das Register.“
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Quellen · Team

Referenzen · KI-Transparenz

Werk

  • Konzept, Regie, Bild, Ton, 3D, Spiel, Programmierung: Markus Wintersberger · medienwerkstatt006
  • Projekt GöttwAIg – Wunderkammer(21): Markus Wintersberger (USTP St. Pölten, Masterklasse Experimentelle Medien, Masterstudiengang Digital Design) & Viola Rühse (UWK Krems)
  • Neufassung des Kapitels 3 · Oktober 2026
  • www.gottwaigwunderkammer21.com

Archiv

  • GöttwAIg Wunderkammer(21) · Datenbank-Archiv, Kapitel K3 „Abt Gottfried Bessel“ · medienwerkstatt006.at/goettwaig/wunderkammer-archiv/?kapitel=K3
  • Historische Vorlagen: Bessel-Porträts (Stich, Gemälde) · „Sub Rectoratu … Godefridi“ 1727 · Salomon Kleiner, Vogelschau 1744 · Hildebrandt-Plan Westfront · Kaiserstiege und Troger-Fresko (Fotos, Recherche Web)

Lexika und Biographien

Zugriff jeweils am 29.10.2026

Forschung

Stift Göttweig

Sammlung und Bauten

Kataloge

Technik

  • AV-Engine: Python · NumPy · OpenCV (Bildoperatoren, Prägung, Brand, Punktwolke, Mosaik, Prüfstand) · ffmpeg
  • Ton: Off-Sprecher via ElevenLabs · Partitur aus ElevenLabs-Musik-Takes, per Paulstretch und Granulation aufgelöst, Synthese (Glocke, Tamtam, Glut, Archiv-Klicks) und Sonifikation der Archivdaten K3
  • 3D: three.js r186 · glTF 2.0 / GLB (EXT_mesh_gpu_instancing, KHR_lights_punctual) · Bessel-Figuren aus dem Archiv (Meshy, Mixamo)
  • Spiel: three.js · Electron (macOS, Windows)
  • Labor: Canvas 2D, SVG, Web Crypto (SHA-256) – ohne Fremdbibliotheken
KI-Transparenz · Bildmaterial: KI-Bilder, KI-Videos und KI-3D-Modelle des Wunderkammer-Archivs K3 (Gemini, Grok, ChatGPT, Mixboard, Meshy u. a., 2025/26), als solche gekennzeichnet. Die historischen Vorlagen sind unverändert fotografiert bzw. gescannt und werden im Film nur bildtechnisch transformiert. Off-Stimme KI-generiert (ElevenLabs). Fakten nach den genannten Quellen, abweichende Angaben werden benannt. Programmierung von AV-Engine, 3D-Szene, Spiel und Website KI-gestützt (Claude, Anthropic); Konzept, Auswahl und Entscheidungen: Markus Wintersberger. mehr →
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