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GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Kapitel 2 · Wunderkammer · AV · 3D · Spiel · Labor · 2026

MICROCOSMVSDie Welt im Kabinett

Markus Wintersberger · medienwerkstatt006

Musæi Contignatio media · Musæi Contignatio superior – das mittlere und das obere Stockwerk des Göttweiger Museums.Salomon Kleiner, Kupferstiche, um 1744 · Stift Göttweig
2 Stockwerke · um 17445.766 Artefakte · Archiv K26:34 Langfassung3:56 Trailer3:55 3D4K UHD
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Die Welt im Kabinett

Konzept

Um 1744 sticht Salomon Kleiner zwei Räume des Göttweiger Museums: die Musæi Contignatio media, ein Oktogon unter einer gerippten Kuppel, rundum Schränke mit Gläsern, Schlangen, Steinen, Waffen, Vasen, in der Mitte ein sechseckiger Ladentisch – und die Contignatio superior, ein gewölbter Saal, unter dessen Decke Krokodil und Schwertfische an einem Gestell hängen. Abt Gottfried Bessel (1714–1749) hat hier Natur, Kunst und Gelehrsamkeit versammelt. Der Stich ist das einzige Bild dieser Ordnung. Viele Stücke sind verloren.

MICROCOSMVS erzählt, woher diese Ordnung kommt und wohin sie geht: vom Schatz und Studiolo über Quicchebergs „Theater der Welt“ (München 1565), die Kunstkammern von Wien, Ambras und Prag, die gedruckten Museen von Imperato bis Neickel, zum Göttweiger Kabinett – und weiter in die Zerstreuung der Aufklärung, die Rückkehr des Staunens in der Gegenwart und den latenten Raum der KI, in dem jedes Ding neu errechnet werden kann.

Die Wunderkammer war ein Mikrokosmos: die ganze Welt im Maßstab eines Raumes. GöttwAIg – Wunderkammer(21) macht daraus eine Wunderkammer der Wunderkammer – keine Restaurierung, ein Experiment.

Teile

◆ AV-Video Langfassung 6:34 · 16:9 · 4K · sieben Sätze: THESAVRVS · THEATRVM MVNDI · GOTWICENSIS · DISPERSIO · RENOVATIO · LATENS · MICROCOSMVS
◆ AV-Video Trailer 3:56 · eigenständiger Schnitt
◆ CONTIGNATIO · rekonstruierte, animierte 3D-Szene (GLB) nach Kleiners Stichen und 3D-Animation 3:55
◆ THEATRVM MVNDI · Art-&-Science-Spiel · Web, Ausstellungsmodus, Desktop-App (macOS, Windows)
◆ Labor · Ordnungsmaschine · Seeing twice · Lupe · Archiv K2 in Zahlen

Ton: eine Partitur ohne Melodie in der Haltung Neuer Musik – stehende Streicherklänge, eine Frage, die sich in jedem Satz wiederholt, Flötenantworten, die unruhiger werden, Schlagklänge und Sirenen in der DISPERSIO, Glasharmonika in Göttweig – und die Sonifikation der Archivdaten K2: jede Zeile des Registers ein Klangkorn, KI-Werkzeuge als Obertöne.

Off-Stimme (englisch): ein Kommentar führt durch alle drei Filme – von der Schatzkammer über Quiccheberg, Abt Bessel und Kleiners Stich bis in den latenten Raum. Sprecher: „Grant“ (ElevenLabs, synthetische Stimme); Text: Markus Wintersberger mit Claude. Die Musik tritt unter der Stimme zurück.

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GöttwAIg – Wunderkammer(21)

Keine Restaurierung – ein Experiment

GöttwAIg – Wunderkammer(21) · Barock digital ist ein Art-&-Science-Projekt, das die Verbindung von Barock – an Hand der Wunderkammer des Stift Göttweig – und digitaler KI-Ästhetik erforscht. Es fragt, was Sammeln bedeutet, wenn Bilder und Daten unbegrenzt reproduzierbar sind, und was sichtbar wird, wenn historische Objekte digital neu übersetzt werden. Statt Repliken: spekulative Objekte; statt Restaurierung: digitale Verzerrung und Immersion; Staunen als Erkenntnispraxis.

Initiiert von Markus Wintersberger (USTP St. Pölten) und Viola Rühse (UWK Krems), mit Christian Munk, Johanna Daser und Elias van-Gils; Partner Stift Göttweig (Kunstsammlungen, Archiv & Bibliothek) und Verein DruckKunst / Neuhauser Kunstmühle; gefördert vom Land Niederösterreich (1.7.2025–30.6.2026). Präsentation in der Graphischen Sammlung des Stifts am 26.6.2026; ArtsIT 2026.

Das Datenbank-Archiv ordnet das Material in sechs Kapitel. Kapitel 2 · Wunderkammer ist das größte: das Göttweiger Kunst- und Naturalienkabinett nach Kleiner, Antiken-, Kunst- und Naturaliensammlung, Inventare, Kunstkammer-Traktate, Referenzsammlungen der Gegenwart und die KI-gestützte Neuinszenierung – 5.766 von 10.627 Artefakten. MICROCOSMVS ist die Neufassung dieses Kapitels.

Mosaik aus Vorschaubildern des Archivkapitels K2
Die Wunderkammer der Wunderkammer: 600 von 5.766 Artefakten aus Kapitel 2 – Stich, Foto, Buchseite, KI-Bild, Video, 3D-Modell.
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Genese

Vom Schatz zum latenten Raum
  1. ab dem 14. Jh. · Schatz und StudioloSammeln als RepräsentationFürsten und wohlhabende Bürger legen Sammlungen an; die Entdeckungen des 15.–17. Jahrhunderts machen den Globus zum Zeichen der Kammer.
  2. 1558–1563 · WienKunstkammer Ferdinands I.In der Hofburg entsteht – nach Wikipedia – der erste Museumsbau nördlich der Alpen; erhalten sind nur Fundamente.
  3. 1565 · MünchenSamuel QuicchebergInscriptiones vel tituli theatri amplissimi – die erste Museumslehre: die Sammlung als Theater der Welt, geordnet in Klassen.
  4. ab 1570 · InnsbruckSchloss AmbrasErzherzog Ferdinand II. baut ein eigenes Museumsgebäude – das einzige erhaltene Renaissance-Museum, in dem seine Sammlung noch gezeigt wird.
  5. um 1600 · PragRudolf II.Die Kunstkammer auf der Prager Burg – Inbegriff der kaiserlichen Wunderkammer.
  6. 1599 · NeapelFerrante ImperatoDell’historia naturale: der Stich seines Museums – Decke voller Tiere, Schränke voller Fächer – wird zum Urbild.
  7. 1651 · 1678 · RomMuseum KircherianumAm Collegium Romanum, wohl die erste Wunderkammer, die auch der Lehre diente; Katalog von Giorgio de Sepibus (Amsterdam 1678).
  8. 1706 · 1727Vincent · NeickelLevinus Vincent, Wondertooneel der Nature (Amsterdam); Caspar Friedrich Neickel, Museographia (Leipzig) – die Sammlung wird Buch.
  9. 1714–1749 · GöttweigAbt Gottfried BesselWiederaufbau nach dem Brand von 1718 (Hildebrandt), Graphische Sammlung, Kunst- und Naturalienkabinett in zwei Räumen. 1725/26 fragt Bessel nach den Würzburger „Lügensteinen“ – sieben Steine kommen nach Göttweig, heute verloren.
  10. um 1744Salomon KleinerMusæi Contignatio media und superior – die beiden Stiche, nach denen CONTIGNATIO rekonstruiert ist.
  11. 1649 · spätes 18. Jh.DispersioDescartes warnt vor zu viel Staunen, Lichtenberg spottet über „eine Menge unnützen Plunders“: Die Kammern zerfallen in Fachmuseen.
  12. 1908 · 2013 · 2025RenovatioJulius von Schlosser schreibt die Geschichte der Kunst- und Wunderkammern; 2013 öffnet die Kunstkammer Wien neu (rund 2.200 Objekte, 20 Säle); 2024/25 zeigt der Palazzo Grimani in Venedig die George Loudon Collection als A Cabinet of Wonders.
  13. 2025/26 · NiederösterreichGöttwAIg – Wunderkammer(21)Die fragmentarische Kammer wird mit KI neu belebt: Bild, Video, 3D, AR, Druck – und ein Archiv mit Prüfsummen.

Ordnung als Bild der Welt. Die Wunderkammer zeigte Dinge unterschiedlicher Herkunft und Bestimmung zusammen: Naturalia (seltene Natur), Artificialia (Kunststücke der Hand), Scientifica (Instrumente), Exotica (Dinge aus fremden Welten), Mirabilia (Wunderbares) und Antiquitates. Quiccheberg ordnete die Sammlungsbereiche sogar den sieben Planeten zu – die Kammer als Modell des Kosmos.

Göttweig. Die Kammer im Stich ist nicht neutral: Sie zeigt, was der Abt zeigen wollte – Fülle, Ordnung, Gelehrsamkeit. Dass ein Fisch im Stein oder ein Haizahn als „Natternzunge“ gelten konnte, gehört zu dieser Ordnung. Die erhaltenen Stücke – Fossilien, Muscheln, Korallen, Antiken, eine Tabakdose mit der Ansicht des Idealplans – sind Fragmente.

Heute. Kunstkammern sind wieder Publikumsmagneten; Künstlerinnen und Künstler bauen eigene Kabinette aus „Herzensdingen“ (eop-Wunderkammer, Wien 2022); Hubert Burda nennt das Internet eine moderne Wunderkammer. GöttwAIg geht einen Schritt weiter: Die KI ist selbst eine Kammer – aus allen Kammern gelernt, ohne ein einziges Ding zu besitzen.

Kolorierte Fassung des Stichs der Wunderkammer Imperatos
Imperato 1599, koloriert neu gelesen – GWK-005380
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Filme

AV-Video · 16:9 · 4K UHD · H.264
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Langfassung

  • 6:34 · 16:9 · 4K · mp4

Sieben Sätze mit Vor- und Nachspann: Imperato und die gedruckten Museen, Quicchebergs Klassen als Raster, das Göttweiger Inventar, eine Lupenfahrt durch Kleiners Stiche, Zerstreuung als Slit-Scan, Venedig 2025, Kleiner → Gemini, 5.766 Artefakte, die Kammer im latenten Raum.

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Trailer

  • 3:56 · 16:9 · 4K · mp4

Eigenständiger Schnitt in achtzehn Sprüngen von 1565 bis zur KI-Varianz. Am Ende: Die Wunderkammer wird zum Interface.

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CONTIGNATIO · 3D

  • 3:55 · 16:9 · 4K · mp4

Durch das Portal in das Oktogon, um den Ladentisch, durch den Oculus in die Superior, unter dem Krokodil hindurch – dann lösen sich die Wände, und die Dinge bilden im latenten Raum eine neue Konstellation.

I · THESAVRVS
I · THESAVRVS
II · THEATRVM MVNDI
II · THEATRVM
III · GOTWICENSIS
III · GOTWICENSIS
IV · DISPERSIO
IV · DISPERSIO
V · RENOVATIO
V · RENOVATIO
VI · LATENS
VI · LATENS
VII · MICROCOSMVS
VII · MICROCOSMVS

Sätze im Film: „Das Kabinett im Stich ist sein einziges Bild.“ · „Allzu viel Staunen kann den Gebrauch der Vernunft hindern.“ (Descartes 1649) · „Seeing twice“ · „Die Wunderkammer der Wunderkammer.“ · „Die Wunderkammer wird zum Interface.“ · „Die Welt ist alles, was der Fall ist.“

04

CONTIGNATIO · 3D

Rekonstruierte, animierte 3D-Szene · glTF 2.0 / GLB
3D-Szene laden (GLB · 45 MB)

Zwei Stockwerke nach Salomon Kleiners Stichen, 1 Einheit = 1 Meter. Unten die Contignatio media: ein Oktogon von gut zwölf Metern, acht Schrankwände, eine Kuppel mit Rippen und vergoldetem Oculus, in der Mitte der sechseckige Ladentisch. Oben die Contignatio superior: ein Saal mit Tonnengewölbe, Schubladenschränke, Rüstung, Tiere, Fenster, ein Tisch mit Büchern und das Hängegestell mit Krokodil und Schwertfischen.

Die Oberflächen sind keine Nachbildung, sondern Kleiners Linien selbst: Ausschnitte der Stiche als Haut der Schränke, das Krokodil als freigestellte Linienzeichnung im Raum. Auf dem Ladentisch, in den Schränken und in der Superior liegen 22 Archivmodelle aus Kapitel K2 (Muscheln, Taube, Antiken, KI-Objekte aus Meshy, Hunyuan3D, Gemini, 3DAIStudio).

Animation im GLB: FILM_Kamerafahrt_235s mit der Kamera FILM_Kamera – die Fahrt des 3D-Films – sowie die DISPERSIO der Wände und die Spirale der Archivmodelle im latenten Raum. Rekonstruktion als spekulative Übersetzung: Maße und Anordnung sind aus den Stichen erschlossen, nicht vermessen.

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THEATRVM MVNDI

Art-&-Science-Spiel · Web · Ausstellungsmodus · macOS · Windows
Spiel starten →

Ein Spiel über die Ordnung der Dinge – vom Theater der Welt 1565 über die Göttweiger Kammer 1744 bis in den latenten Raum. Fünf Modi:

I · ORDO – Quicchebergs Theater: fünfzehn Dinge aus dem Archiv, sechs Schränke – Naturalia, Artificialia, Scientifica, Exotica, Mirabilia, Antiquitates. Manche Dinge gehören mehreren. Wenn die KI-Bilder kommen, öffnet sich eine siebente Klasse: LATENTIA. Am Ende: das INVENTARIUM mit SHA-256-Prüfsumme.
II · CONTIGNATIO – die Kammer nach Kleiner begehen: zehn Stellen zum Lesen, durch den Oculus nach oben, Seeing twice legt den Stich über den Raum, die Kamerafahrt 3:55 läuft im Spiel.
III · TERRA – Niederösterreich und Europa in Raum und Zeit: Göttweig, Krems, St. Pölten, Hohenberg, Wien – und die fernen Kammern von München, Ambras, Prag, Rom, Neapel, Würzburg, Venedig. Ein Zeitregler von 1550 bis zur Vision 2126.
IV · LATENS – das eigene Kabinett: neun Fächer, fünfzehn Archivmodelle, sieben Materialien von Gips bis Stich; ✦ Varianz würfelt neu; PNG.
V · AR – ein Ding in die eigene Kamera holen; auf dem Handy über die AR-Ansicht.

Steuerung: Maus/Tastatur, Touch. Ausstellungsmodus mit ?kiosk=1 (kehrt nach Ruhe ins Menü zurück). Desktop-App (Electron) zum Download:

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Raum und Zeit

Niederösterreich · Europa · 1558 bis 2126

Die Göttweiger Kammer war nie allein. Ihre Ordnung kam aus München, Wien, Ambras und Prag, aus den gedruckten Museen von Neapel, Rom, Amsterdam und Leipzig; ihre Fragen gingen nach Würzburg. Heute verteilt sich das Projekt über Niederösterreich: Göttweig (Sammlung, Graphische Sammlung, Präsentation 26.6.2026), Krems (UWK, Lead des Projekts), St. Pölten (USTP, Lucid Dreams), Hohenberg (Neuhauser Kunstmühle, Druck) – und Wien mit der Kunstkammer, die den Maßstab setzt.

Im Spiel (Modus III · TERRA) stehen diese Orte als Lichtsäulen auf einem Raster von zehn Kilometern, entlang der Donau. Ein Zeitregler zeigt, welche Sammlung in welchem Jahr besteht – und am Ende eine Vision: die verteilte Wunderkammer, die als Datensatz, Modell und Spiel an vielen Orten zugleich existiert.

OrtJahrBezug
Wien · Hofburg / KHM1558 · 2013Kunstkammer Ferdinands I. · Kunstkammer Wien
München1565Quiccheberg, erste Museumslehre
Innsbruck · Ambrasab 1570Museumsbau Ferdinands II.
Neapel1599Imperato, Dell’historia naturale
Rom1651 · 1678Museum Kircherianum · Sepibus
Stift Göttweig1714–1749 · um 1744Bessel · Kleiner · GöttwAIg 2025/26
Würzburg1725/26„Lügensteine“ · Brief an Bessels Agenten
Venedig2024/25George Loudon Collection, Palazzo Grimani
Krems · St. Pölten · Hohenberg2025/26UWK · USTP · Neuhauser Kunstmühle
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Labor

Ordnen · zweimal sehen · vergrößern · zählen – alles läuft lokal im Browser
I · ORDO

Ordnungsmaschine

Dieselben 24 Dinge, vier Ordnungen. Wähle ein System – und sieh zu, wie sich die Kammer umsortiert. Ordnung ist eine Wahl.

II · LATENS

Seeing twice

Ziehe den Regler: links der historische Stich, rechts seine KI-Lesart. Was bleibt, was wird erfunden?

III · INVENTAR

Lupe auf Kleiners Stich

Fahre mit der Lupe über die Contignatio media. Die Knöpfe springen zu den Dingen, die im Stich zu finden sind.

Salomon Kleiner, Musæi Contignatio media, um 1744

Maus oder Finger: Lupe bewegen.

IV · REGISTER

Archiv K2 in Zahlen

Das Wunderkammer-Archiv, Kapitel 2 „Wunderkammer“, als Register gelesen. Werkzeuge nach Schlagworten (ein Objekt kann mehrere tragen).

5.766Artefakte4.561Bilder585Videos4623D-Modelle

Aus dem Archiv K2 · Sammlung, Stich, Recherche, KI

Fossiler Fisch
NaturaliaGWK-000103Fisch im Stein
Tabakdose mit Stiftsansicht
ArtificialiaGWK-000081der Idealplan in der Tasche
Horologium
ScientificaGWK-000062Horologium
Maskenkopf aus Ton
AntiquitatesGWK-000035ein Gesicht aus Ton
Ausstellungsansicht Venedig
Recherche · Venedig 2025GWK-000122Stich als Kulisse
KI-Lesart der Contignatio media
KI-Bild · GeminiGWK-005068Kleiner, errechnet
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Glossar

Begriffe der Kammer
Kunst- und Wunderkammer
Sammlung der Spätrenaissance und des Barock, die Dinge unterschiedlicher Herkunft und Bestimmung zusammen zeigt; der Begriff ist erstmals in der Zimmerischen Chronik (1564–1566) belegt und wurde durch Julius von Schlosser (1908) geläufig.
Microcosmus
Die Welt im Kleinen: Die Kammer als Modell des Kosmos, in dem Natur, Kunst und Wissen ihren Platz haben.
Theatrum mundi
Die Welt als Bühne. Quiccheberg nennt seine Sammlungslehre 1565 ein „theatrum amplissimum“.
Naturalia · Artificialia · Scientifica · Exotica · Mirabilia · Antiquitates
Klassen der Kammer: seltene Natur, Kunststücke der Hand, Instrumente, Dinge aus fremden Welten, Wunderbares, Altertümer.
Contignatio
Lateinisch „Gebälk, Stockwerk“: Musæi Contignatio media und superior – das mittlere und das obere Geschoss des Göttweiger Museums im Stich Kleiners.
Conchylia
Muscheln und Schnecken – beliebte Sammelstücke, im Göttweiger Archiv als eigene Gruppe.
Glossopetrae
„Zungensteine“: fossile Haizähne, lange für versteinerte Schlangenzungen gehalten.
Lügensteine
Gefälschte „Fossilien“, die 1725 bei Würzburg dem Arzt Johann Bartholomäus Adam Beringer untergeschoben wurden; Abt Bessel interessierte sich für sie.
LATENTIA
Begriff dieses Projekts: Dinge aus dem latenten Raum eines KI-Modells – errechnete Möglichkeiten statt gesammelter Objekte.
Seeing twice
Leitmotiv von GöttwAIg: dasselbe zweimal sehen – historisch und als KI-Übersetzung.
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Quellen · Team

Referenzen · KI-Transparenz

Werk

  • Konzept, Regie, Bild, Ton, 3D, Spiel, Programmierung: Markus Wintersberger · medienwerkstatt006
  • Projekt GöttwAIg – Wunderkammer(21): Markus Wintersberger (USTP St. Pölten, Masterklasse Experimentelle Medien, Masterstudiengang Digital Design) & Viola Rühse (UWK Krems) · Christian Munk · Johanna Daser · Elias van-Gils
  • Neufassung des Kapitels 2 · November 2026
  • www.gottwaigwunderkammer21.com · Konzept · Team · Veranstaltung · Portfolio

Archiv

  • GöttwAIg Wunderkammer(21) · Datenbank-Archiv, Kapitel K2 „Wunderkammer“ · medienwerkstatt006.at/goettwaig/wunderkammer-archiv/?kapitel=K2
  • Salomon Kleiner: Musæi Contignatio media (GWK-000099) · Musæi Contignatio superior (GWK-000102) · Kupferstiche, um 1744
  • 3D-Szene mit den Archivmodellen GWK-000992, -001002, -001915, -001917, -001923, -001926, -002532, -002629, -002642, -002667, -002681, -002695, -002728, -002760, -002819, -003039, -003091, -003094, -003149, -003194, -005628, -010354

Zur Wunderkammer und zu Göttweig

Zugriff jeweils am 01.11.2026

Referenzen der Gegenwart

Technik

  • AV-Engine: Python · NumPy · OpenCV · Pillow · ffmpeg · 3D-Rendering three.js r170 (headless)
  • Ton: Komposition und Sonifikation der Archivdaten K2 (NumPy/SciPy, Synthese) – ohne Fremdmaterial · englische Off-Stimme (ElevenLabs eleven_v4, Stimme „Grant“), Sidechain-Mischung −16 LUFS
  • 3D: three.js · glTF 2.0 / GLB (Meshopt, gltfpack) · Texturen aus den Stichen Kleiners
  • Spiel: three.js · Electron (macOS, Windows)
  • Labor: Canvas 2D, CSS – ohne Fremdbibliotheken
KI-Transparenz · Bildmaterial: KI-Bilder, KI-Videos und KI-3D-Modelle des Wunderkammer-Archivs K2 (Gemini, ChatGPT, Sora, Luma, Hailuo, Kling, Veo, Hunyuan3D, Meshy u. a., 2025/26), als solche gekennzeichnet. Stiche, Fotografien und Scans unverändert, im Film nur bildtechnisch transformiert. Fakten nach den genannten Quellen. Programmierung von AV-Engine, 3D-Szene, Spiel und Website KI-gestützt (Claude, Anthropic); Konzept, Auswahl und Entscheidungen: Markus Wintersberger. mehr →
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