Verfahren · Referenzen

Inside an ObjectStrich · Schraffur · Grauwert · Licht

Wie die Neufassung gemacht ist — Bild, Ton, Bezüge.

Python · NumPy · OpenCV · ffmpeg · eigener 3D-Linienrenderer · keine generative KI

Bild 6 VerfahrenTon 8 SoundtracksReferenzen 10
B

Strich, Schraffur, Grauwert, Licht

Bildverfahren
Schraffur
Tonwert-Schraffur in drei Lagen (Praun et al. 2001, analytisch): Strichrichtung aus dem Strukturtensor des Videobilds (zweistufig, σ ≈ 11 / 42 px), Strichbreite nach Grauwert, gestrichelte Handlinien mit Zittern; drei Strichsätze wechseln alle drei Bilder („Boiling“). Dazu Konturen per XDoG.
Gedankenspur
Drei Zeitebenen desselben Videos: t − Δ als Kreideschraffur, t als Licht, t + Δ als punktierte Isolinien (drei Niveaus). Δ = 1,6 s ± 0,7 s, langsam atmend.
Lichtzeichnung
Bewegungsmaske aus Bilddifferenzen; Körperkontur (Konturverfolgung) jedes dritte Bild als Echo; lokale Maxima der Bewegung als Lichtpunkte, zu Spuren verbunden und geglättet; Abklingen 0,984 je Bild.
Wechselschritt
Die zeitgleichen Varianten Inside an Object 01 / 02; Schritt = 15 Bilder (100 BPM); Kante springt ± 17 % um die Bildmitte, Seiten- und Polaritätswechsel im Vierertakt; jeder achte Schritt eine schraffierte Fotografie von 2011.
1 + 1 = ∞
Droste-Abbildung im logarithmischen Raum, w′ = w · (1 − i·2 ln s / 2π), s = 2,35; rechteckige Selbstähnlichkeit über zwei Ebenen (Zeichnung + Tänzerin / dieselbe Geste 12 Bilder früher im Negativ).
Vorspann
Eine Linie: 7 200 gewichtete Punkte aus Zeichnung und Silhouette, Nächster-Nachbar-Tour, Chaikin-geglättet; Titel als Glyphenkontur gezeichnet.
Technik
Python / NumPy / OpenCV, ffmpeg (H.264 High 5.1, 3840 × 2160, 25 fps), eigener 3D-Linienrenderer, GLB über trimesh / pygltflib. Keine generative KI.
T

Acht Soundtracks, sechs Verfahren

Tonverfahren
Quelle
Ausschließlich die acht Original-Soundtracks von Inside an Object 01–06 und Inner Space 1–2 (2011/12), jeweils am Zeitcode des gezeigten Bildes.
Vorspann
Stiftgeräusch aus bandbegrenztem Rauschen, Lautstärke = Geschwindigkeit der zeichnenden Linie; rückwärts anschwellender Klang zum Titel.
Strich
Granulare Schraffur: 25–70-ms-Körner des Originals, umgeordnet, nach Strichrichtung im Stereobild verteilt; Bleistift-Rauschen im Takt der Strich-Erneuerung (8,33 Hz).
Gedankenspur
Gegenwart trocken; Vergangenheit (−1,6 s) tiefpassgefiltert mit langem Nachhall; Zukunft (+1,6 s) als rückwärts gespielte, anschwellende Körner.
Lichtzeichnung
Spektrale Langzeitbelichtung: Maximum-Halten der STFT-Beträge mit Abklingen, Resynthese mit Phasenfortschritt.
Wechselschritt
Schrittweiser Wechsel der Soundtracks 01/02 links/rechts, Negativ = Phasenumkehr, tiefer Schritt-Impuls.
1 + 1 = ∞
Shepard-Risset-Glissando aus einem spektral eingefrorenen Klangfeld, endlos fallend; Ende als einzelner Sinuston (880 Hz).
Mastering
Stereo 48 kHz · ≈ −16 LUFS · True Peak −2 dBFS.
R

Linie, Licht, Körper, Unendlichkeit

Referenzen
  • Paul Klee, Pädagogisches Skizzenbuch, Bauhausbücher 2, 1925 — die aktive Linie
  • Gjon Mili / Pablo Picasso, Lichtzeichnungen, Vallauris 1949 (LIFE)
  • Étienne-Jules Marey, Chronophotographie, 1880er Jahre
  • Oskar Schlemmer, Triadisches Ballett (1922) und Mensch und Kunstfigur (1925)
  • William Forsythe, Improvisation Technologies, ZKM 1999
  • Trisha Brown, It's a Draw, 2002
  • M. C. Escher, Prentententoonstelling, 1956 · B. de Smit, H. W. Lenstra, „The Mathematical Structure of Escher's Print Gallery“, Notices of the AMS, 2003
  • Roger N. Shepard, „Circularity in Judgments of Relative Pitch“, 1964 · Jean-Claude Risset, endloses Glissando
  • E. Praun, H. Hoppe, M. Webb, A. Finkelstein, „Real-Time Hatching“, SIGGRAPH 2001
  • H. Winnemöller, „XDoG: Advanced Image Stylization with eXtended Difference-of-Gaussians“, 2011

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