Projekt
NACH.BILD.MATERIAL — AI-Remontagen, 2025 setzt fotografische Dokumentationen skulpturaler Objekte einem zweiten Transformationsprozess aus: KI-gestützte Rekreation und Neumontage.
Die Skulpturen kehren als halluzinierte Versionen ihrer selbst zurück — präziser als jede Fotografie und zugleich nie so gewesen. Sie schweben nun in Räumen, die sie nie betreten haben: barocke Sakralarchitektur, weiße Arkadengänge, neutrale Nischen.
MARKUS WINTERSBERGER · medienwerkstatt006 · AI-Remontagen · 2025
Material & Gedächtnis
Ausgangspunkt sind skulpturale Objekte der Werkserien 2018–2020 (u.a. Licht.Stück.Bad.Fabrik): PU-Schaum, 3D-Druck-Filamente, Pflanzenwurzeln, Wollfäden, Drahtgeflechte — Materialien zwischen Industrieprodukt und organischem Rest.
Das Drahtgeflecht wird zur Denkbahn, der Schaumstoff zur Wolke, der Fadenwirbel zum Auge eines Sturms. Was als Materialstudie begann, wird zum Materialgedächtnis: Die Maschine erinnert sich an Objekte, die sie nie gesehen hat — und montiert daraus eine Vergangenheit, die erst jetzt entsteht.
Bildgalerie · Vorwerkzustände · 35 Motive
Die kuratierte Auswahl zeigt analoge, überwiegend aus PU-Schaum geformte skulpturale Raumkörper und Raum-Erfindungen. Als Vorbild, Vorwerk und materieller Ausgangszustand führt sie unmittelbar zu den nachfolgenden AI-Remontagen.
Bildgalerie · 33 Motive
Die AI-generierte Bildserie erscheint als kompakte Galerie. Ein Klick öffnet das jeweilige Motiv in der Vollansicht; die Pfeile führen durch die gesamte Serie.
Sketchfab Collection · XARS Hyperobjekt
Die dreidimensionale Collection erweitert die skulpturalen Raumkörper in den interaktiven digitalen Raum. Die Modelle lassen sich direkt im Viewer drehen, vergrößern und als zusammenhängende Playlist erkunden.
Kontext
NACH.BILD.MATERIAL verschiebt die Frage nach dem Original: Nicht die Skulptur selbst, sondern ihr fotografischer Nachhall wird zum Ausgangspunkt einer neuen Bildproduktion. Das Bild wird nicht länger Dokument, sondern aktiver Ort der Rekonstruktion.
medienwerkstatt006, 2025