Der Landhausboulevard erscheint als spiegelndes, transparentes Raumgerüst statt als geschlossene Repräsentationsarchitektur.
Eine diskursive Innen-Außenrauminstallation über Architektur, politische Repräsentation und das Verschwinden der materiellen Grenze.
Ausgangspunkt ist ein maßstäbliches Modell des Regierungsviertels St. Pölten und insbesondere des Landhausboulevards. Aus mit Aluminiumspiegelfolie überzogenen Holzstäben entsteht eine transparente Raumgitterskulptur, die staatliche Architektur zugleich referiert, entkleidet und in ein schwebendes Liniengefüge übersetzt.
Eine Lichtchoreografie versetzt das statische Modell in Bewegung. Schattenzeichnungen brechen aus der Galerie in den Außenraum, während Videoschleifen das Modell mit einem suchenden, tastenden Körper konfrontieren.
Die Performance auf dem Flachdach der Galerie erweitert den Baukörper um eine lebendige Figur. Architektur, Individuum, Projektion und Sound werden zu Instrumenten einer laboratorischen Kunstvermessung politischer und gesellschaftlicher Räume.
